19. September 2008, 00:00 Uhr

Nazi-Experte Beckmann: "Die NPD ist unglaubwürdig"

Am Sonntag wird der Runde Tisch gegen Extremismus in Forst (Spree-Neiße) erstmals einen Tag der Demokratie veranstalten. Die RUNDSCHAU sprach mit Andreas Beckmann, einem der vier Sprecher des Runden Tisches gegen Extremismus, über die Aktion.

Sie sind vom ehemaligen Vorsitzenden des NPD-Kreisverbandes Spreewald zum eigentlich treibenden Kern des Runden Tisches gegen Extremismus in Forst geworden und organisieren den Tag der Demokratie maßgeblich mit. Warum dieser Wandel?
Wenn man Mitglied der NPD war, erkennt man eigentlich erst die Strukturen dieser Partei, welche Ziele sie verfolgt und ihre Gefährlichkeit. Die NPD verfolgt keine demokratischen Ziele. Sie ist dazu bereit, dieses System abzuschaffen und ein System zu schaffen, das dem Dritten Reich gleicht. Das war nie mein Ziel. Ich war von der Politik, die ich bis dahin gesehen habe, enttäuscht.


Warum jetzt diese 180-Grad-Drehung?
Weil diese Partei demokratiefeindlich ist, ich aber sehr viel von Demokratie und vom Pluralismus, also der Parteienvielfalt, halte. In der NPD habe ich immer wieder mitbekommen, wie versucht wurde, andere Parteien zu diffamieren und sich selbst als Opfer darzustellen, was eigentlich nicht der Fall gewesen ist.

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Erstellt am: 19. September 2008, 00:00 Uhr
Geändert am: 01. Juli 2010, 17:49 Uhr
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