05. Januar 2010, 00:00 Uhr

Lausitzer Wolfsgemeinde hat rund 50 Mitglieder

Im Jahr 2009 wurden 26 Welpen gezählt / Sechs Todfunde / Zahl der gerissenen Schafe gegenüber 2008 halbiert

Rietschen Während in Schweden kürzlich Wölfe zum Abschuss freigegeben wurden, sollen in der Lausitz sogar verkehrstechnische Schutzmaßnahmen ergriffen werden, um den Bestand zu sichern. Im Jahr 2009 gab es ein halbes Dutzend Todfunde, aber auch zwei Dutzend Geburten in der Lausitzer Wolfsgemeinde.

Ein Wolf durchstreift sein winterliches Revier. Der Isegrim hat einen sehr guten Geruchssinn und kann Artgenossen und Beutetiere bis auf zwei Kilometer Entfernung wittern. Foto: dpa
In der Lausitz leben mittlerweile etwa 50 Wölfe in sechs Wolfsfamilien und ein welpenlosen Paar. Ihre Reviere grenzen aneinander und bilden ein geschlossenes Territorium von über 2500 Quadratkilometern vom Nordosten Sachsens bis nach Südbrandenburg, teilte am Montag Jana Schellenberg vom Kontaktbüro „Wolfsregion Lausitz” in Rietschen (Kreis Görlitz) mit. Die Zahl der gerissenen Schafe hat sich gegenüber 2008 aber fast halbiert.

 

Ein halbes Dutzend Todfunde, aber auch zwei Dutzend Geburten: 2009 war für die Lausitzer Wolfsbestände ein Jahr der Schreckensnachrichten, aber auch der frohen Botschaften. So wurde im Januar eine junge Wölfin in einem Waldgebiet südlich des Tagebaues Reichwalde illegal abgeschossen, der Täter wurde nie gefasst. Seit dem Jahr 2007 wurden auf der viel befahrenen B 156 zwischen Boxberg und Weißwasser vier Wölfe überfahren, da die Bundesstraße durch das Territorium des Nochtener Rudels verläuft, eine junge Wölfin starb auf der Bahnstrecke im Truppenübungsgelände Oberlausitz.

 

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Erstellt am: 05. Januar 2010, 00:00 Uhr
Geändert am: 29. Februar 2012, 14:27 Uhr
Autor: Von Sven Heitkamp

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