La-Ida-Teilnehmer hoffen auf Jobs
19 arbeitslose Niederlausitzer absolvierten ein Praktikum im spanischen Galicien
Cottbus. Die Stimmung ist gelöst. Sie haben es geschafft. Im November letzten Jahres kehrten 19 arbeitslose Lausitzer aus Spanien zurück. In Galicien absolvierten sie ein Praktikum in unterschiedlichen Branchen. Sie hoffen, dass sich ihre Chancen auf einen Arbeitsplatz nun verbessern.
19 junge Arbeitslose unter anderem aus Cottbus, Forst, Drebkau, Senftenberg und Finsterwalde waren im September im Rahmen des Projekts „La Ida“ nach Spanien gereist, um in den Bereichen Hotel und Gastronomie, Verwaltung sowie Garten- und Landschaftsbau ein Praktikum zu absolvieren. „La Ida“ hat das Ziel, ihnen den Zugang zum ersten Arbeitsmarkt zu erleichtern.
Teilnehmen können junge ALG-II-Empfänger, aber auch benachteiligte Jugendliche, die sich in einer berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme befinden.
Robert Henning (25) aus Drebkau und René Löwe (31) aus Finsterwalde
Lob gibt es von Kohlbacher für seine Flexibilität. Der fehlende Führerschein entpuppt sich im Gespräch jedoch als Hürde. „Das ist grundsätzlich ein großes Problem“, sagt Kohlbacher. Viele Arbeitslose könnten sich die Fahrerlaubnis nicht leisten.
Petra Rademacher vom Eigenbetrieb Grundsicherung für Arbeitsuchende im Landkreis Spree-Neiße bestätigt das. Sie ist aber zuversichtlich, dass viele La-Ida-Teilnehmer bald vermittelt werden können. Eine Auslandserfahrung sei für Arbeitgeber der Beweis, dass auf den Bewerber Verlass ist. „Sie haben Ausdauer und Mobilität bewiesen. Und sie sind selbstbewusster geworden“, sagt Rademacher. Heutzutage seien das wichtige Auswahlkriterien.
Für Oliver Kummer aus Turnow ist der Traum von einem Job in Erfüllung gegangen. Der gelernte Koch absolvierte in Spanien ein vierwöchiges Praktikum in einer Gaststätte und verschickte nach seiner Rückkehr fleißig Bewerbungen. In Cottbus hat es nun geklappt. Seit 1. Dezember arbeitet er in einer Pizzeria.
Zum Thema
Das transnationale Projekt „La Ida“ wird vom Institut für Bildung in der Informationsgesellschaft (IBI) in Berlin koordiniert, unter anderem in Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit Cottbus und mehreren Job-Centern der Niederlausitz. Es wird bis 2012 vom Europäischen Sozialfonds und dem Bundesarbeitsministerium gefördert.
„La Ida“ ermöglicht jungen ALG-II-Empfängern ein ein- oder dreimonatiges Betriebspraktikum in Galicien . Es gibt auch Plätze für benachteiligte Jugendliche, die sich in einer berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme befinden. „La Ida“ arbeitet in Spanien mit der Stiftung Paideia zusammen, die über ein weites Netzwerk von Firmen verfügt.
Ansprechpartner sind die zuständige Arge sowie der Jobvermittler. Infos unter: www.la-ida.de
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Artikel-Aktualisierungen:
Erstellt am: 13. Januar 2011, 15:34 Uhr
Geändert am: 13. Januar 2011, 15:37 Uhr
Autor: Von Ulrike Worlitz
