01. September 2010, 18:45 Uhr

Kandidaten-Check 17: Warum sollten junge Leute zur Wahl gehen?

Weißwasser Der tägliche Kandidaten-Check der RUNDSCHAU vor den OB-Wahlen am 5. September.

Hartwig Rauh (parteilos): Gerade junge Leute müssen interessiert sein, mit der Wahl auch ein Stück ihrer eigenen Zukunft in unserer Stadt mitzugestalten und ihren Interessen Ausdruck zu verleihen. Die Wahl dient dabei der Integration der eigenen Meinung in einen politischen Gemeinwillen. Als politisch Aktive sollten wir aber auch sehr aufmerksam den Beweggründen von Nichtwählern gegenüber sein: Diese bemängeln, dass Politik meist nur über den kurzen Zeitraum des Wahlkampfes allgegenwärtig präsent und anschließend kaum wahrnehmbar ist. Daher war und ist es mir wichtig, die Vorgänge in der Stadtverwaltung z.B. über das Stadtblatt und Bürgergespräche transparent darzustellen und nur Maßnahmen anzukündigen, die auch tatsächlich umsetzbar sind.

Bernhard Waldau (CDU): Es ist die Chance für Weißwasser, durch eine direkte Wahl jemanden zu wählen, dem man zutraut, die Stadt voranzubringen und etwas erreichen zu können. Das müssen wir den jungen Leuten immer und immer wieder sagen! Schlimm ist für mich die Aussage, mit einer einzelnen Stimme könne man doch nichts bewirken: Wenn alle so denken, gewinnen die Extremisten.

Uwe Bücklein (Linke): Unsere freiheitlich demokratische Grundordnung ermöglicht den Bürgern, ihre Vertreter frei und geheim zu wählen. Ich habe seitdem ich wählen darf, nicht einen Wahlgang ausgelassen, weil ich zu bequem war oder der Meinung war, dass ich durch wählen nichts ändern kann. Die Politikverdrossenheit vieler Menschen zeigt, dass das Vertrauen in die Politik auf allen Ebenen zurückgegangen ist. Gerade auf kommunaler Ebene verspielen viele Kommunalpolitiker das Vertrauen ihrer Bürger, weil sie keine objektiven Entscheidungen treffen. Ich rufe deshalb alle Bürger auf, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen und mir ihre Stimme zu geben, weil ich für Wahrheit, Klarheit und Zuverlässigkeit stehe. Gerade die junge Generation hat ein Recht darauf, dass wir ihnen nachhaltige Perspektiven offen halten. Solche Perspektiven will ich gemeinsam mit den Jungen erarbeiten und umsetzen.

Torsten Pötzsch (Klartext): Weil den jungen Menschen bewusst werden muss, dass sie die Zukunft Weißwassers sind. Und sie sind die Hoffnung für die älteren Generationen. Fakt ist auch, dass die jungen Menschen durchaus mitbestimmen und mitgestalten können. Diese Chance sollten sie sich nicht entgehen lassen. Das ist in der Stadtpolitik so, wie bei der Familienplanung oder der Jobsuche. Mit jeder dieser Entscheidungen gestaltet man sein Leben – das gilt auch für die Stadt. Nur ist es hier ungleich einfacher: Mit der Wahl wird die Richtung vorgegeben, in die die Stadtpolitik geht. Wenn sich junge Leute dann noch stärker in die Stadtpolitik einmischen wollen – sei es in Projekten oder im Stadtrat. Dann sage ich nur: Willkommen!

Jens Greiner (parteilos): Liebe Weißwasseraner, nutzt eure Chance auf Mitbestimmung! 1989/90 wurde für die Demokratie gekämpft. Es liegt an uns allen, diesem Grundrecht nachzukommen. Nur gemeinsam können wir unseren Stimmen Gewicht verleihen und unsere Interessen umsetzen. Ich bin davon überzeugt, dass viele Menschen, die aus Weißwasser fortgezogen sind, gerne geblieben wären, wenn sie eine Perspektive gehabt hätten. Für die jungen Menschen in Weißwasser gilt, dass Sie mit ihrer Stimme die Zukunft von Weißwasser und damit auch die eigene Zukunft mitgestalten können.

Danilo Hermann (parteilos): Weil ich gerade für die „Jüngeren“ auch viel verändern möchte.
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Erstellt am: 01. September 2010, 18:45 Uhr
Geändert am: 01. September 2010, 18:45 Uhr
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