Kandidaten-Check 15: Wird in Weißwasser genug für Senioren getan – wo sind Verbesserungen möglich?
Weißwasser Der tägliche Kandidaten-Check der RUNDSCHAU vor den OB-Wahlen am 5. September.
Bernhard Waldau (CDU): Genug kann man nie tun, auf die massiven demographischen Veränderungen müssen wir uns natürlich einstellen. Grundsätzlich geht es den Senioren auch nur dann gut, wenn es den jungen Leuten in Weißwasser gut geht. Das Miteinander der Generationen ist wichtig.
Uwe Bücklein (Linke): Ich befasse ich mich wegen meiner Familie eher mit Kindergärten und Schulen und der Frage was zu tun ist, um unseren Kindern einen optimalen Start ins Leben zu ermöglichen. Allerdings sind beide Uromas fast 90 Jahre alt und sehr gut in Pflegeheimen untergebracht. Dies wird durch private und gemeinnützige Einrichtungen in hohem Maß gewährleistet. Für diejenigen, die ihr Leben noch in der eigenen Wohnung selbständig bestreiten können, müssen seniorengerechte Wohnungen ausreichend zur Verfügung gestellt werden. Verschiedene Wohnkonzepte wie Wohngemeinschaften oder Generationenwohnen müssen dabei berücksichtigt werden. Die Gewährleistung von Mobilität im Alter ist wichtiger Bestandteil der Daseinsvorsorge und muss bei zukünftigen Verkehrskonzepten natürlich berücksichtigt werden. Auch dem Problem, Jobs für arme Rentner vorzuhalten, werden wir uns stellen müssen.
Torsten Pötzsch (Klartext): Es wird viel für Senioren in der Stadt getan, aber oftmals beruht das auf Eigeninitiative. Deshalb ist „genug“ hier ein relativer Begriff. Und das bedeutet: Es kann noch mehr getan werden. Das beginnt bei der Barrierefreiheit, geht über ein attraktives Wohnumfeld bis hin zum Sicherheitsgefühl. Die großen Wohnungsunternehmen und Vermieter der Stadt sind sich seit Jahren dieser Aufgaben bewusst und handeln danach. Ziel muss es sein, Lebens- und Wohnbedingungen zu schaffen, damit sich ältere Menschen hier wohl fühlen. Das haben diese Weißwasseraner sich auch verdient. Sie sollen nicht darauf angewiesen sein, dass sie wegziehen müssen, um ihren Lebensalltag gestalten zu können. Denn ohne die Senioren – auch wenn viele Stimmen immer von der Jugend sprechen – geht es nicht. Es läuft auf das Zusammenspiel in der Gemeinschaft heraus. Senioren, Familien und Jugend müssen sich in Weißwasser wohlfühlen.
Jens Greiner (parteilos): In den Heimen und Pflegeeinrichtungen wird viel für Senioren getan, was nicht heißt, dass es nicht noch besser werden könnte. Sprechstunden könnten beispielsweise eine Verbesserung bringen. In der Stadt müssen wir auf Barrierefreiheit achten und diese vorantreiben. Dazu sind mehr Bänke, zum Beispiel in der Lutherstraße beim Wasserturm, auf denen sich (auch) Senioren ausruhen können, ein wichtiger Aspekt. Das heißt, wir müssen die Infrastruktur an die Bedürfnisse älterer Menschen anpassen, allein schon wegen des demografischen Wandels. Ein anderes Problem ist ein verbreitetes Unsicherheitsgefühl gerade bei Senioren. Hier müssen wir schauen, wo die Angst berechtigt ist und wo nicht. In den letzteren Fällen muss besser aufgeklärt werden. Da, wo es Probleme gibt, muss die Sicherheit erhöht werden.
Danilo Hermann (parteilos): Es wird von Seiten der Vereine viel getan. Nur von Seiten der Stadt nichts.
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Erstellt am: 31. August 2010, 16:44 Uhr
Geändert am: 31. August 2010, 16:44 Uhr
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