29. August 2010, 12:47 Uhr

Kandidaten-Check 14: Was muss für die weitere Entwicklung der Innenstadt getan werden?

Weißwasser Der tägliche Kandidaten-Check der RUNDSCHAU vor den OB-Wahlen am 5. September.

Hartwig Rauh (parteilos): Mit der Entscheidung einer Mehrheit im Stadtrat, das Schnitter-Brauerei-Gelände für ein Einkaufszentrum zur Verfügung zu stellen, ist auch die Entwicklung der Innenstadt absehbar. Sollte dieses Einkaufszentrum errichtet werden und so, wie in Aussicht gestellt, die ehemalige Ratio-Mittel-Halle mit Einzelhandel gefüllt der Saschowa-Wiese angegliedert werden, wird es der Einzelhandel in der Straße des Friedens und den umliegenden Straßen noch schwerer haben. Sollte eine Sanierung des Bahnhofes nach drei im Stadtrat gescheiterten Versuchen weiter ausbleiben, wird trotz des neu gestalteten Bahnhofsvorplatzes eine wirkliche Attraktivität dieses Altstadtzuganges nicht erreicht werden. Hier ist von den Entscheidungsträgern eine klare Linie zu entwickeln, an der sich der Einzelhandel orientieren kann.

Bernhard Waldau (CDU): Ganz wichtig ist die Bebauung des ehemaligen Schnitter-Brauereigeländes als Anziehungspunkt, von dem eine positive Ausstrahlung bis zum Marktplatz und zum Bahnhof ausgeht.

Uwe Bücklein (Linke): Bisher wurden etliche Untersuchungen, die sich in der einen oder anderen Weise mit der Stadtentwicklung beschäftigten, durchgeführt und den Stadträten vorgestellt. Leider ist es bisher nicht gelungen, diese öffentlich zu diskutieren. Das bereits 2007 beschlossene SEKO ist noch nicht ansatzweise fertig gestellt. Das darin enthaltene Leitbild wurde noch nicht einmal andiskutiert. Der Beschluss, das Schnitter- Brauerei-Gelände zu verkaufen, um zusätzliche Einzelhandelseinrichtungen zur Belebung der Innenstadt zu errichten, ist ein Beispiel, wie man Entscheidungen auf unzureichender Faktenlage trifft. Aber alle Zahlen, Daten und Fakten sind nutzlos, wenn wir nicht wissen, wohin wir eigentlich wollen. Deshalb ist die Visionsentwicklung im Rahmen der Leitbilddiskussion Fixpunkt für alle weiteren Entscheidungen. Diese Diskussion will ich maßgebend mit gestalten.

Torsten Pötzsch (Klartext): Für die positive Entwicklung der Innenstadt muss wesentlich stärker an Einzelhandel, Dienstleister, Handwerker, produzierendes Gewerbe herangetreten werden. Mit ihnen gemeinsam müssen Problemfelder analysiert, gemeinsam Lösungen gefunden und umgesetzt werden. Die Unternehmer sind es, die etwas unternehmen – und eben nicht unterlassen. Deshalb müssen sie von der Verwaltung alle Unterstützung erhalten, die sie benötigen. Dazu zählen attraktive Rahmenbedingungen für den Einzelhandel von städtischem Flair, über intakte Fußwege, Parkmöglichkeiten, gute Kundenleitsysteme und sanierte Straßen. Es muss ein Wirtschaftsleitsystem geben, damit Weißwasseraner und Gäste der Stadt sofort und ohne Aufwand finden, was sie suchen. Auch die Eigentümer der Einkaufskomplexe müssen an einen Tisch geholt werden, weil nur in der klugen Abstimmung der Ziele und Vorhaben alle voneinander profitieren können.

Jens Greiner (parteilos):
Hier gibt es in der Verwaltung bereits gute Konzepte, die müssen einmal konsequent umgesetzt werden. Wir brauchen eine wirtschaftliche Belebung der Innenstadt, Leerstände müssen behoben werden. Damit die Innenstadt attraktiver für Bürger und Geschäftstreibende wird, müssen aber auch Grünflächen und Plätze aufgewertet werden.

Danilo Hermann (parteilos): Wir brauchen ein Zentrum mit Kultur für die Einwohner.
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Erstellt am: 29. August 2010, 12:47 Uhr
Geändert am: 29. August 2010, 12:47 Uhr
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