Görlitz: Projekt für duale Ausbildung

Keulahütte Krauschwitz verzeichnet rückläufige Bewerberzahlen

Mit dem Projekt „Zukunft Görlitz“ wil l der Landkreis den Übergang von der Schule in die Berufsausbildung verbessern. Dafür wird bis zum Sommer 2013 ein Regionales Übergangsmanagement (RÜM) aufgebaut, das Schulen bei der Suche nach Partnern aus der Wirtschaft unterstützt und Unternehmen bei der Zusammenarbeit mit Schulen berät, wie die Görlitzer Schulamtsleiterin Marlies Wiedmer-Hüchelheim erklärt.

So soll für Schüler ab der 5. Klasse ein regelmäßiger Bezug zur regionalen Wirtschaft hergestellt werden, bis zur siebten Klasse werden die Jugendlichen über Berufsschulzentren oder freie Träger an die Praxis herangeführt. Über den „Praxistag in der Wirtschaft“ – 2008 durch das Jobstarterprojekt des Vereins Lausitz Matrix initiiert – verbringen Mittelschüler der neunten Klassen alle 14 Tage e inen Unterrichtstag in regionalen Ausbildungsbetrieben.



Keulahütte GmbH, Krauschwitz: 13 Lehrlinge beschäftigt das Gießerei-Unternehmen derzeit. Auch wenn die Keulahütte bislang kaum Probleme hat, die Ausbildungsstellen zum Mechatroniker, Gießerei-, Zerspanungs- oder Modellbaumechaniker zu besetzen, sieht Personalreferentin Ramona Höhne die Entwicklung mit Sorge: „Die Allgemeinbildung nimmt ab. Man merkt auch, dass die Zahl der Bewerber zurückgeht: Früher haben wir die 30 bis 40 Bewerber auf eine Stelle in Eignungstests geprüft, heute sind es so wenig, dass wir persönliche Gespräche führen.“ Das Unternehmen zeigt Präsenz auf der Studienbörse des Gymnasiums Weißwasser und den Ausbildungsbörsen der Mittelschule Krauschwitz. Für die Mittelschüler werden Praktika angeboten, über den Praxistag lernen die Neuntklässler den Alltag in der Gießerei kennen. Für Ramona Höhne ist der Kontakt für beide Seiten von Vorteil: „Wir bieten Spezialberufe an, unter denen sich die meisten Kinder nichts vorstellen können. Durch das Kennenlernen lässt sich vermeiden, dass Azubis die Ausbildung abbrechen, weil sie nicht gewusst haben, was sie im Unternehmen erwartet.“ Über Studienförderverträge für Gymnasiasten, Absolventen von Beruflichen Schulzentren (BSZ) und Fachabiturienten werde versucht, Maschinenbau- und Gießereistudenten an das Unternehmen zu binden und den Ingenieursnachwuchs zu sichern.
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Erstellt am: 13. Januar 2012, 00:00 Uhr
Geändert am: 29. Februar 2012, 15:24 Uhr
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