Das Wohnzimmer wird dreidimensional
TV-Hersteller präsentieren auf der IFA 2010 reihenweise neue Fernsehen mit 3D-Technik
Berlin Der Kampf um das Fernsehen der Zukunft ist voll entbrannt: Nach HD schwappt jetzt die 3D-Welle in die heimischen Wohnzimmer. Auf der Internationalen Funkausstellung (IFA) haben alle große Hersteller reihenweise neue Modelle mit dreidimensionalen Bildern präsentiert. Die RUNDSCHAU hat einige genauer unter die Brille genommen.
Die Antwort auf der IFA 2010 ist ganz klar: 3D. Alle TV-Hersteller sind mit den neuesten Modellen am Start. Was man dort durch die Shutterbrille zu sehen bekommt, muss sich nicht mehr hinter dem Kino verstecken – selbst die anfangs lästige Brille ist bald vergessen.
- Philips hat einen Fernseher mit 142 Zentimeter Bildschirmdiagonale vorgestellt. Das besondere an dem Gerät ist sein Format: Philips arbeitet mit einem extremen 21:9-Format, was noch breiter und flacher ist als die aktuellen 16:9-Fernseher. Damit verlieren Kinofilme die lästigen Balken oben und unten. Das Bild ist selbst in 3D gestochen scharf, die Farben sind satt und natürlich. Die Shutterbrille schaltet sich selbst ein – was aber erst mit einiger Verzögerung passieren kann.
Philips hat dazu schon einen TV-Prototypen vorgestellt, der 3D-Bilder auch ohne Brille sendet. Durch eine spezielle Linse kann von jeder Position vor dem Bildschirm dreidimensional geschaut werden. Das 3D-Bild ist zwar sehr scharf, erreicht aber noch nicht die Tiefe wie mit einer Shutterbrille. Das ist also eher noch Zukunftsmusik.
- Sharp hat einen 3D-Fernsehen mit der hauseigenen Quattron-Technik vorgestellt. Sharp arbeitet dabei nicht nur mit den Grundfarben Rot, Grün und Blau, um ein Bild darzustellen, sondern mischt auch noch Gelb dazu. Das soll einen natürlicheren Farbeindruck vermitteln. Auf dem vorgestellten TV verblasste dieser Eindruck aber eher. Durch die Shutterbrille verlor das Bild deutlich an Strahlkraft und Farbsättigung.
- Samsung hat ebenso wie Philips 3D-Fernseher mit und ohne Brille präsentiert. Die ohne sind eindeutig noch in der Entwicklung – das Bild flackert und verwischt beim Wechsel der Position. Auch der 3D-Effekt ist noch zu schwach. Dafür konnten die Geräte mit Brille überzeugen. Scharfe Bilder mit kräftigen und satten Farben und einer ausgezeichneten Bildtiefe. Da steht der Künstler beim Konzert praktisch mitten im heimischen Wohnzimmer.
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Artikel-Aktualisierungen:
Erstellt am: 02. September 2010, 16:42 Uhr
Geändert am: 02. September 2010, 18:19 Uhr
Autor: Sven Bock

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