13. Januar 2011, 11:51 Uhr

Das „Klappern“ erlernen

Campus Berufsbegleitender Studiengang in Cottbus vermittelt PR- und Marketingwissen

COTTBUS. Prof. Dr. Jürgen Tauchnitz von der Hochschule Lausitz (FH) gilt in der Region als einer der Experten in Marketingfragen. Gemeinsam mit Fachleuten aus Wirtschaft, Medien und öffentlichen Institutionen vermittelt er ab Frühjahr sein Fachwissen wieder an Berufstätige und Firmenchefs in einem berufsbegleitenden Studiengang PR-Management an der von ihm gegründeten „Lausitz School of Management“ an der Cottbuser Hochschule Lausitz. Im Interview erklärt er die Eckdaten.

PR-Management-Studium unterstützt Firmen bei der Öffentlichkeitsarbeit
Magdalena Karpinski und Prof. Dr. Jürgen Tauchnitz organisieren das Studium. Foto: pr
 Prof. Tauchnitz, an wen richtet sich das Studienangebot?

Wir haben das PR-Management-Studium bereits dreimal erfolgreich durchgeführt. Dabei hat sich gezeigt, dass am Handwerkszeug für gute PR-Arbeit alle interessiert sind – vom Mittelständler über Politiker und Mediziner bis hin zu Verwaltungsangestellten. Wenn sich auch die Branchen unterscheiden, alle müssen sich mit ihren Leistungen, Produkten oder Ideen bei ihren Zielgruppen Aufmerksamkeit verschaffen. Dazu gehört die Fähigkeit, sich selbst und die Idee oder das Produkt ins „rechte Licht“ zu rücken. Gerade hier haben viele Unternehmen in der Lausitz Defizite. Bei uns bekommen sie das Handwerkszeug, um den Erfolg durch wirksame Kommunikation noch stabiler zu machen. Unser Studiengang lässt sich durch Konzentration auf einen Wochentag und wenige Wochenenden auch neben einem stressigen Job bewältigen.

Kann man gute Öffentlichkeitsarbeit in wenigen Monaten lernen?

Ganz sicher hilft es, wenn man von Natur aus ein kommunikativer Mensch ist. Aber, kein Zweifel, die Vorbilder für gute Kommunikation sind teilweise Jahrhunderte und Jahrtausende alt und es immer noch wert, studiert zu werden. Schon im antiken Rom und Griechenland kannte man die Kunst, sich Wohlwollen oder politische Mehrheiten zu beschaffen. Im 18. und 19. Jahrhundert gab es große Pioniere der Public Relation in Politik und Wirtschaft vor allem in Amerika, die auch heute noch für große Markenfirmen vorbildhaft sind. Aus dieser Geschichte hat sich eine Wissenschaft entwickelt, die nicht nur im Berufsleben gewinnbringend, sondern im Studium auch noch unterhaltsam ist. Man kann also wirksame Öffentlichkeitsarbeit lernen. Von der PR-Geschichte bis zu den betriebswirtschaftlichen Komponenten der Öffentlichkeitsarbeit – die Studienunterlagen ermöglichen es, sich in verschiedene Teilgebiete weiter zu vertiefen.

Wer vermittelt das Wissen im Studium?

Wir arbeiten mit Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Medienunternehmen zusammen. So haben wir für das spannende Feld der Online-Kommunikation Referenten gewonnen, die für große Marken tätig sind. Sie zeigen, wie man diese Zukunftsmedien für sich wirksam erschließt. Leitende Mitarbeiter aus Zeitungsredaktionen geben Einblicke, die den Studienteilnehmern künftig die Pressearbeit erleichtern sollen. Das sichere Auftreten vor Kameras lehren Mitarbeiter aus Fernsehredaktionen. Es ergeben sich spannende und praxisbezogene Erfahrungen, die wenige Weiterbildungsstudiengänge bieten können. Neben Trainings in Verhandlungsführung und Selbstpräsentation liegt ein Schwerpunkt auf den Marketinggrundlagen, weil Kommunikationsverantwortliche in Lausitzer Unternehmen nicht nur für Öffentlichkeitsarbeit, sondern für das gesamte Marketing zuständig sind.

Was ist der Studienabschluss wert?

Unsere Absolventen können sich einer mündlichen und schriftlichen Prüfung unterziehen, die von der Akademie für Kommunikationsmanagement „AKOMM“ nach geprüften Kriterien abgenommen wird. Sie dürfen dann, je nach Berufserfahrung, die Berufsbezeichnung „Junior-PR-Berater/-in“ oder „PR-Berater/-in“, jeweils mit Zusatz (AKOMM), führen. Während in der Vergangenheit Seiteneinsteiger in der PR tätig sein konnten, werden auf dem Arbeitsmarkt heute eher gut ausgebildete, hoch qualifizierte Fach- und Führungskräfte nachgefragt.

Mit Prof. Jürgen Tauchnitz sprach Gabi Grube (eine der Absolventinnen)

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Erstellt am: 13. Januar 2011, 11:51 Uhr
Geändert am: 13. Januar 2011, 11:52 Uhr
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