Das Geheimnis des Traumsandes
Potsdam Für den Sandmann ist der Traumsand unentbehrlich. Mit einer Handvoll schickt er die Kleinen jeden Abend ins Bett. Auch Erwachsene sind vom Funkeln der kleinen Körnchen verzaubert. Sie denken dann an ihre Kindheit und die ersten Begegnungen mit dem Sandmann. Erfinder des Zaubersandes ist Hans Joachim Konang. Die RUNDSCHAU hat einen Blíck hinter die Kulissen geworfen.
Es ist wie ein Ritual. Die Kleinen kneifen ihre Augen fest zu, weil sie noch nicht schlafen gehen wollen, aber doch müde sind. Die Großen spielen das Spiel gern mit, reiben sich die Augen, gähnen und werden tatsächlich müde. Der kleine Mann hat seinen Job gut gemacht. Mission erfüllt. Kein anderer TV-Star hat dieses Privileg: Er soll die Zuschauer schläfrig machen und sie ins Bett schicken.
Anfang der 1960er-Jahre stieß Hans Joachim Konang als Kameramann zum Sandmann-Team. Seine Kollegen, allen voran Sandmann-Erfinder Gerhard Behrendt (1929 bis 2006), hatten schon mit verschiedenen Materialien versucht, eine Traumsand-Illusion zu erschaffen. Mit richtigem Sand, mit Mehl, sogar mit Zigarettenrauch, der dem Sandmann in einem Schlauch durch seinen Ärmel gepustet wurde. „Das waren alles unmögliche Sachen“, findet Hans Joachim Konang heute.
Erstellt am: 20. November 2009, 12:31 Uhr
Geändert am: 01. März 2012, 13:52 Uhr
Autor: Von Thomas Seifert

Jüngste Kommentare
Zu diesem Artikel sind noch keine Beiträge vorhanden