Wie es sich Zuhause mit dem Alter einrichten lässt
RUNDSCHAU-Serie Teil V: Wohnungsunternehmen versuchen, sich der demografischen Entwicklung in der Region anzupassen
Weißwasser
Ins Heim erst dann, wenn es unumgänglich ist – das ist eine Auffassung, die bei älteren Menschen und Angehörigen auch im Raum Weißwasser zunimmt, wie im Rahmen des Projektes „Wir“ (Wohn- und Inklusionsberatung in unserer Region) erst jüngst bestätigt worden ist. Für Wohnungsunternehmen und Dienstleister im Pflegebereich leitet sich daraus ein zunehmender Bedarf an flexibler Wohnraumgestaltung und ambulanten Angeboten ab, die Älteren das Wohnen im vertrauten Zuhause so lange wie möglich erlauben.
Das Kursana-Pflegeheim im dichtbesiedelten Stadtteil Weißwasser Süd ist eine Alternative für einen wohnortnahen Umgang mit dem Älterwerden. Hier gibt es einen speziellen Wohnbereich, der der Betreuung Demenzkranker vorbehalten ist. Foto: Angelika Brinkop Foto: Angelika Brinkop
„Altersgerechter Wohnraum, das heißt für uns immer, mit dem Fahrstuhl zu erreichen und barrierefrei“, sagt Torsten Pötzsch, Geschäftsführer der Wohnungsbaugesellschaft (WBG) Weißwasser mbH. In der Großen Kreisstadt werden Wohnungen, die einen solchen Anspruch erfüllen, in der Hegel-Promenade 1 bis 2 und in der Karl-Liebknecht-Straße 33 vorgehalten, wo der Zugang ins Haus für Rollstuhlfahrer durch extra angebaute Rampen erleichtert wird. Die beiden ausgewiesenermaßen altersgerechten Standorte der WBG decken den aktuellen Bedarf danach offenbar ab, denn zurzeit, so Pötzsch, gebe es sogar einen leichten Leerstand bei diesen Angeboten.
Auch das zweite große Wohnungsunternehmen in Weißwasser, die Wohnungsbaugenossenschaft (WGW) richtet sich auf den in den nächsten Jahren zu erwartenden Anstieg des Altersdurchschnitts in der Bevölkerung ein.
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