Was ist „länger frische Milch“?
Region. Immer häufiger findet man im Kühlregal Milch, die bis zu drei Wochen haltbar ist und meist als „länger frische Milch“ ausgelobt wird.
„Frische“ Milch wird in der Molkerei pasteurisiert, das heißt, sie wird etwa dreißig Sekunden lang auf 70 bis 75 Grad Celsius erhitzt, um Mikroorganismen abzutöten. „Frische“ Milch ist daher gekühlt maximal fünf bis sechs Tage haltbar. Demgegenüber ist H-Milch, also als „ultrahocherhitzt“ gekennzeichnete Milch, ungeöffnet bei Zimmertemperatur drei bis sechs Monate haltbar.
Angebrochene Packungen müssen wie pasteurisierte Milch gekühlt und zügig verbraucht werden. Sie ist länger haltbar, da sie stärker konserviert wird, das heißt, eine Sekunde bis vier Sekunden lang auf mindestens 135 Grad Celsius erhitzt wird. Neben der längeren Haltbarkeit verleiht dieses Verfahren der Milch den oft als unangenehm empfundenen Kochgeschmack.
Die neue Produktgruppe heißt ESL-Milch. Das bedeutet „extended shelf live“, übersetzt „längere Haltbarkeit“. Diese Milch wird als „hocherhitzt“ gekennzeichnet und ist gekühlt etwa 21 Tage haltbar. Die längere Haltbarkeit wird durch eine Kombination von Erhitzung und Abkühlung, in deren Mittelpunkt eine zehn Sekunden lange Erhitzung auf 127 Grad Celsius steht, erreicht. ESL-Milch unterscheidet sich geschmacklich nicht von frischer Milch.
Die Expertinnen der Verbraucherzentrale geben an der Hotline Auskunft über Milch und Milcherzeugnisse, deren Inhaltsstoffe und Eigenschaften (01805/791352). (red/pm)
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Erstellt am: 21. März 2007, 00:00 Uhr
Geändert am: 26. März 2007, 02:36 Uhr
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