09. Februar 2010, 00:00 Uhr

Schleife revanchiert sich

Lok-Team macht im Altkreisduell Nägel mit Köpfen

Schleife Am Samstag endete das mit Spannung erwartete Handball-Ostsachsenliga-Duell zwischen Lok Schleife und Rot-Weiß Sagar in der Schleifer Sporthalle mit einem 31:20-Kantersieg der Hausherren (RUNDSCHAU berichtete). Spiele dieser beiden Mannschaften waren in den letzten Jahren immer heiß umkämpft und gingen sehr knapp und spannend aus. Im Hinspiel im vergangenen November konnte Sagar noch als Sieger das Parkett verlassen.

Spannendes Altkreisduell: Schleife siegte am Ende souverän gegen Sagar. Foto: J. Rehle Foto: J. Rehle
Beide Teams begannen das Spiel hochkonzentriert und mit vielen eigenen Fans im Rücken, da jeder wusste, worum es hier ging - nicht nur ums Prestige, sondern auch um den Kampf um die Tabellenspitze. Sollten die Gäste verlieren, wäre der Zug für sie wohlmöglich abgefahren.

Die Gäste waren zu Beginn das etwas wachere und aktivere Team. Sie konnten die zwischenzeitliche 2:0-Führung der Hausherren ausgleichen und selber mit 5:3 in Führung gehen. Die Zuschauer wussten, dass sie hier keinen Sturmlauf von einer Mannschaft erwarten konnten. So stand es nach 20 Minuten nur 6:6. Sagar gelang es aber immer wieder, entscheidende Akzente zu setzen und den Vorsprung auf zwei Tore auszubauen. Die Schleifer Mannschaft spielte zwar auch mit viel Einsatz und Leidenschaft, doch musste sie sich jeden Treffer hart erarbeiten. Was jetzt aber nicht heißen soll, dass Sagar in dieser körperlich betonten Partie leichtes Spiel hatte (9:10/25.)

Dieser heiße Tanz ging auch bis in die Schlussminute der Halbzeit weiter, wo die Gäste bis fünf Sekunden vor Schluss führten und doch noch den 11:11-Ausgleichstreffer, mit der Sirene, kassieren mussten.

Für die zweite Halbzeit stellten die Schleifer Trainer ihre Mannschaft sachlich auf die kommende Halbzeit ein. Hoch motiviert begannen Lok die zweite Halbzeit. Die Gäste aus Sagar waren nicht so wach wie in der ersten Halbzeit. Man merkte ihnen an, dass die Ordnung fehlte - in der Deckung und im Angriff. Die junge Schleifer Mannschaft versuchte nun, daraus Kapital zu schlagen, was auch sehr gut gelang. Nach zwischenzeitlich vier Toren in Folge der Hausherren musste erst einmal eine Auszeit der Gäste her. In dieser wurde nun besprochen, offensiver zu decken, vor allem gegen den wieder gut aufgelegten Marcel Becker (20:14/40.). Doch auch davon ließen sich die Schleifer nicht beirren. Die Sagarer Spieler waren es, die sich davon aus dem Tritt bringen ließen. Im Angriff haperte es nun gewaltig, was den Trainer natürlich mehr als ärgerte. Zu einfach wurden die Bälle durch Fehlabspiele und technische Unfertigkeiten regelrecht Schleife zugespielt. Aber auch die Chancenverwertung ließ stellenweise zu wünschen übrig (25:18/50.). Trotz dieses deutlichen Vorsprungs blieb Schleife hellwach und arbeitete weiter für wichtige zwei Punkte. Zwar spielte Lok gegen eine offensive Deckungsvariante der Gäste, doch aufhalten ließ sich Schleife trotzdem nicht. Die Lok-Mannschaft war jetzt in einem richtigen Rausch und wollte sich deutlich für die Hinspielniederlage revanchieren, auch wenn manchmal Glück dabei war. Sagar versuchte nur noch zu verteidigen, denn drei Tore in zehn Minuten sprechen eine deutliche Sprache. Geschuldet war dies sicherlich auch den Ausfällen in den eigenen Reihen. Am Ende hieß es dann 31:20 für Schleife. Das hätte wohl niemand erwartet, dass dieses Spiel in dieser Deutlichkeit gewonnen wird. Für Rot-Weiß Sagar scheint der Zug im Kampf um den ersten Platz in der Ostsachsenliga abgefahren zu sein. dw

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Erstellt am: 09. Februar 2010, 00:00 Uhr
Geändert am: 07. Mai 2012, 11:25 Uhr
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