Männergesangverein kann auf 165 Jahre zurückblicken/Marktplatzeinweihung
Bad Muskau. Zehn sangesfreudige Muskauer haben im Mai 1845 den Männergesangverein aus der Taufe gehoben. 165 Jahre ist das jetzt her. Ein willkommener Anlass, um das Jubiläum zu feiern. Das geschieht an diesem Wochenende.
Der Männergesangverein bei einem seiner erfolgreichen Neujahrskonzerte. Foto: Joachim Klenner Foto: Joachim Klenner
»Herr Wirt, habt ihr noch mehr kühlen Wein, schenkt ein goldenen Wein.« 25 Männerstimmen folgen ihrem musikalischen Leiter und Dirigenten Alexander Quint. Und der ist nach dem ersten Durchgang noch nicht so recht zufrieden. »Gut die Textsicherheit ist gegeben, aber ihr müsst mehr auf die Punktierung achten. Der Bass gibt es vor. Die Tenöre nehmen es auf, aber ihr dürft nicht schludrig werden«, so Alexander Quint. Für die einzige Zuhörerin - in dem Fall die Redakteurin der RUNDSCHAU - hört sich das Gehörte bei der turnusmäßigen Probe im Kaffee König überhaupt nicht schludrig an, sondern ganz gekonnt. Es ist ein neues Lied, dass die Männer an diesem Tag weiter festigen. Dann ist erst einmal Pause. Und obwohl gerade vom goldenen Wein gesungen wurde, werden die Stimmen mit einem kühlen Blonden »geölt«.Der neue Marktplatz und der 165-jährige Chor - sie bilden sozusagen den doppelten Anlass, um zu feiern. Dafür haben sich die Muskauer Gäste eingeladen, erzählen Vereinschef Franz Klenner und musikalischer Leiter Alexander Quint. So wird der Männerchor 1874 Balve, mit dem die Muskauer schon eine lange Sangesfreundschaft pflegen, erwartet. Fehlen dürfen auch nicht der Gemischte Volkschor Eintracht, der Stadtchor Weißwasser, die Männerchöre aus Horka, Uhyst, Rothenburg und Forst. Diesmal sind mit dem Stadtchor Zary und dem Chor Kargowa auch zwei Gäste aus Polen dabei. Geplant ist, dass nach Einzeldarbietungen der Sängergemeinschaften alle gemeinsam die »Ode an die Freude« intonieren. Los geht es aber mit dem Volkslied »Am Brunnen vor dem Tore«. »Ein Lied, was wir lange nicht gesungen haben. Das haben wir nun wieder aufgefrischt«, so Alexander Quint. Er erklärt, dass man ein Lied erst wieder richtig vergessen haben muss, bevor man es wieder ins Repertoire nimmt. »Unseres umfasst rund 40 bis 50 Lieder, die wir natürlich dem Anlass entsprechend darbieten«, so Quint. Beim Auftritt in der Heimatstadt darf natürlich auch das Muskau-Lied nicht fehlen. Übrigens werfen sich die 35 Gesangsbrüder dafür in ihre beste Schale, die neue Chorkleidung erlebt Premiere.Übrigens, wer gern im Chor mitmachen möchte, ist gern gesehen. »Wir proben jeden Montag um 19.30 Uhr im Kaffee König. Wer mitmachen will, kann einfach vorbeikommen«, so Franz Klenner. Er steht dem Chor seit 1991 als Vorsitzender vor. Traditionell veranstaltet der Chor die Deutschlandparty und viele Jahre auch das Neujahrskonzert. Eine Wiederaufnahme ist für das komnmende Jahr geplant.
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Erstellt am: 25. Juni 2010, 00:00 Uhr
Geändert am: 25. Juni 2010, 02:39 Uhr
Autor: Von Regina Weiß
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