Rollstuhlfahrer stoßen bei Waldbahn auf Hürden
Abgeordneter sieht Förderchancen für Umbau-Vorhaben
Weißwasser Touristen, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, haben bei der Waldeisenbahn in Weißwasser nicht überall freie Fahrt. Das soll sich ändern. Ilja Seifert, Bundestagsabgeordneter der Linkspartei, sieht gute Chancen, mithilfe der Aktion Mensch dagegen etwas zu unternehmen.
Einen zweiten Wagen wollen die Waldeisenbahner in diesem Jahr beginnen, umzubauen. Er soll eine breite Tür und auch eine Rampe erhalten. 2012 würde ein früherer Bahndienstwagen folgen. „Der ist dann auch beheizt und geschlossen“, sagte Lichnok, der den Finger aber noch in eine ganz andere Wunde legte. „Wir haben uns diesen Bahnhof in Weißwasser praktisch aus dem Nichts geschaffen. Doch weder die Toilette noch der Imbissstand sind barrierefrei zu erreichen.“ Vor 2012 sieht Lichnok keine Chance, daran etwas zu ändern. Wie so vieles sei auch das eine finanzielle Frage. Ilja Seiferts Anwort kam prompt. „Warum lassen Sie das nicht Ihren Verein über die Aktion Mensch machen? Da sind Fördermittel bis zu 60 Prozent möglich. Ich kann mir gut vorstellen, dass es eine lohnenswerte Sache für den Verein ist, dieses Defizit aus der Welt zu schaffen und hier alles barrierefrei zu machen“, riet der Bundestagsabgeordnete. Heiko Lichnok zeigte sich verblüfft, hatte er doch bisher geglaubt, die Waldeisenbahner-Anliegen seien dafür nicht geeignet.
Seifert machte ihm Mut, dass sich auch aus dem geplanten Umbau des Bahndienstwagens ein Projekt erarbeiten lasse: „Reden Sie mit den Vereinsleuten darüber. Wenn Sie wollen, kann ich Ihnen auch einen Tipp geben.“ Seifert zeigte sich zuversichtlich und meinte: „Das Geld aus Bonn ist hier gut angelegt.“ Wenn er in einem Jahr wieder hierherkomme, dann würden sicherlich viele Leute daran arbeiten, das Projekt für Barrierefreiheit in die Tat umzusetzen.
Ostern Saisonstart:
Bei der Waldeisenbahn geht es derzeit besonders stressig zu. Ostern ist Saisonstart. 20 Kilometer Gleisanlagen müssen vermessen, kontrolliert und mögliche Mängel abgestellt werden, damit die Landesbahnaufsicht grünes Licht gibt. Für rund 50 Weichen und ebenso viele Bahnübergänge sind die Enthusiasten der „kleinen Bahn“ verantwortlich. Sie müssen die Schäden beheben, die Frost und Schnee hinterließen.
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Erstellt am: 01. April 2011, 00:00 Uhr
Geändert am: 07. Mai 2012, 11:05 Uhr
Autor: Von Gabi Nitsche

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