Jugendfestival Fokus findet vom 10. bis 12. September statt
Weißwasser
Jugend scheint in Sachsen aktuell keinen guten Stand zu haben. Die geplanten Kürzungen auf Landesebene bedeuten für die Kinder- und Jugendarbeit im Freistaat teilweise existenzielle Einschnitte. Die Intitiative Second Attempt setzt deshalb verstärkt auf das Ehrenamt.
Felix Ernst leitete im vergangenen einen Street Art-Workshop. Foto: Uwe Menschner Foto: Uwe Menschner
„Umso wichtiger sind ehrenamtliche Initiativen, die Jugendlichen kreative Freiräume für ihre individuelle Entwicklung und die Gestaltung ihres Lebensumfeldes anbieten“, erklärt Michael Lippold. Er ist Vorstandsmitglied des Second Attempt e.V., einer 2003 in Dresden gegründeten Initiative, die in der Lausitz und auch grenzüberschreitend Projekte im Jugend- und Kulturbereich wie etwa „fokus“ oder „urban script europe“ organisiert. Anfang des Jahres hat der Verein ein Ladenbüro am Nikolaigraben 4 in Görlitz bezogen und arbeitet dort mit einem frisch gewählten Vorstand an der Weiterentwicklung und Umsetzung von etablierten und neuen Projekten. Aktuell tourt beispielsweise eine Wanderausstellung mit dem Titel „Farbsafari – Streetart zwischen Dresden und Wroclaw“ in Ostsachsen. „Sie präsentiert Impressionen und Ergebnisse von Projekten aus dem Vorjahr und Arbeiten verschiedener Streetart-Künstler“, erklärt Michael Lippold.
Parallel soll das Vereinsbüro in den nächsten Wochen nach seinen Worten zur regionalen „Servicestelle Jugendbeteiligung“ ausgebaut werden. „Hier sollen Jugendliche aus der Region bei der Umsetzung eigener Ideen und Vorhaben beraten und begleitet werden“, so Michael Lippold. Und auch die Planungen für das Projekt „fokus 2010“ laufen bereits. Um das traditionelle Festival für deutsch-polnische Jugendkultur im September in Görlitz herum sollen in diesem Jahr von Juli bis Dezember verschiedene Workshops, Thementage in Einrichtungen der Jugend- und Kulturarbeit, Weiterbildungen für Eltern, Lehrer und Pädagogen sowie Netzwerktreffen mit Akteuren aus der Region stattfinden. Das Festival selbst soll als Höhepunkt des Projektes vom 10. bis 12. September auf dem Gelände des Alten Schlachthofs die ganze Bandbreite der Jugendkultur präsentieren – von Musik über Funsport, Urbanen Tanz und Parkour bis hin zu Streetart und Straßentheater.
Neue und kreative Ideen sind dabei jederzeit willkommen. Die Streetart spielt in der Arbeit des Second Attempt e.V. eine wichtige Rolle – im obigen Foto Felix Ernst aus Dessau, der im Vorjahr einen Workshop dazu leitete.
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