04. Februar 2012, 00:00 Uhr

Neue Kranbrücken und Arbeitsplätze

Die Arbeiten am Ersatzbrennstoff-Heizkraftwerk in Schwarze Pumpe gehen zügig voran

Schwarze Pumpe Die Arbeiten an der Baustelle des Ersatzbrennstoff-Heizkraftwerkes in Schwarze Pumpe gehen zügig voran. Auch im Winter gibt es auf der „internationalen Baustelle“ für die Firmen keine Pause. So wurden kürzlich zwei Kranbrücken gesetzt.

In diesen Tagen sind die zwei Kolosse mit jeweils einem Gewicht von 35 Tonnen mit dem Kran in einer Höhe von 40 Metern gesetzt worden. Diese beiden Ersatzbrennstoff-Kranbrücken wurden auf den Brennstoffbunker gesetzt, der in Anliefer-, Misch- und Stapelbunker unterteilt ist. Sie dienen der Durchmischung und Beschickung der Verbrennungslinie mit Ersatzbrennstoffen.

Zuvor wurden bereits die Dachbinder eingesetzt. Auch der Kesselbau schreitet in großen Schritten voran. 70 Prozent aller Teile sind bereits eingehoben. In den nächsten Wochen werden die Schweißfacharbeiter das Bild auf der Baustelle prägen.

Viele Kilometer Schweißnähte müssen gelegt werden, auch bei winterlichen Temperaturen weit unter Null Grad.

Ab Ende Februar beginnen die Arbeiten der Abgasreinigung, ein weiterer wesentlicher Bauabschnitt des Kraftwerkes. Zwei gasbetriebene Hilfsdampfkessel mit jeweils 36 Megawatt Leistung, die die Papierfabrik Hamburger Rieger in den Stillstandszeiten des EBS Kraftwerkes mit Dampf versorgen, werden im März eingehoben.

Danach werden die Schwertransporte zum EBS-Kraftwerk wohl seltener werden, die in den vergangenen Wochen das Bild auf dem Industriepark prägten. Die Gesamtsumme der Brennstoff-EBS-Verbrennungslinie beträgt 255 000 Tonnen pro Jahr. Diese Brennstoffe resultieren aus der externen Anlieferung, Fangstoffe sowie Faserschlamm aus der Papierfabrik. „Dieses Ersatzbrennstoff-Heizkraftwerk der Spreerecycling GmbH & Co. KG dient der Sicherstellung der Dampfversorgung für die Papierfabrik“, erklärt Robert Stelzer, Technischer Sachbearbeiter der Spreerecycling in Schwarze Pumpe.

Die Gesamtinvestition für dieses EBS-Kraftwerk beträgt 140 Millionen Euro. Es wird den gesamten Dampfbedarf der Papierfabrik und etwa 70 Prozent der benötigten elektrischen Energie liefern. Die Grundsteinlegung für dieses Projekt fand im November 2010 statt. Die Warminbetriebnahme findet ab Ende 2012 wie geplant statt. Ab März nächsten Jahres soll das Kraftwerk dann im Normalbetrieb laufen. „Die Papierfabrik Hamburger Rieger wird dann mit kostengünstiger und verlässlicher Energie versorgt“, erklärt Uwe Amann, Projektleiter und Geschäftsführer der Spreerecycling. „Die Arbeitsplätze und bisherigen Investitionen in den Standort werden so dauerhaft gesichert. Diese Investition ist für die Prinzhorn Gruppe neben vielen anderen ein weiteres Bekenntnis zu Spremberg“, fügt Uwe Amann hinzu. Einstellungen des Betriebspersonals beginnen ab dem zweiten Quartal dieses Jahres.

Für die verantwortungsvolle Tätigkeit im Kraftwerk werden die neuen Mitarbeiter intensiv geschult.
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Erstellt am: 04. Februar 2012, 00:00 Uhr
Geändert am: 04. Februar 2012, 03:22 Uhr
Autor: Von Martina Arlt

Von Martina Arlt

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