06. Juli 2010, 00:00 Uhr

Krauschwitzer feiern mit ihren Nachbarn jenseits der Neiße

5. Balthasarfest in Przewoz fand große Resonanz / Chöre gaben Proben ihres Könnens ab

Krauschwitz/Przewoz In der Geschichte der schlesischen Stadt Priebus haben die Priebuser Heimatspiele von 1924 bis 1939 eine große Rolle im kulturellen Leben der Region gespielt. Anknüpfend an diese alte Tradition, die Heimatspiele am dortigen Hungerturm durchzuführen, hatten die polnische Gemeinde Przewoz und die Gemeinde Krauschwitz am Samstag zum traditionellen Balthasarfest eingeladen.

Der Frauenchor aus dem polnischen Przewoz erfreute ebenfalls die Besucher. Foto: André Kurtas Foto: André Kurtas
Es fand nunmehr bereits zum fünften Mal statt und ist inzwischen zu einer Veranstaltung geworden, bei der deutsche und polnische Nachbarn miteinander singen und auch gemeinsam feiern.

Das Treffen deutscher und polnischer Chöre war auch diesmal wieder ein voller Erfolg, erfuhr die RUNDSCHAU vor Ort. Nach einem gemeinsamen Gottesdienst in der Kirche zu Przewoz sind die Chöre und ihre Gäste gemeinsam mit Gesang und unter musikalischer Begleitung des Spielmannszuges aus Rothenburg zum Hungerturm gezogen. Dort begrüßten die Bürgermeister aus Przewoz und Krauschwitz, Ryszard Klisowski und Rüdiger Mönch, die Besucher, die von deutscher und polnischer Seite zahlreich erschienen waren. »Die Vorbereitung und Durchführung des Festes wurde erneut durch die gute Zusammenarbeit zwischen Przewoz und Krauschwitz geprägt«, betonte Rüdiger Mönch im Gespräch mit der Heimatzeitung.

Anlässlich des diesjährigen Festes wurden verdienstvolle Gäste durch beide Bürgermeister gewürdigt. Zu ihnen zählten Landrat a. D. Erich Schulze und der Krauschwitzer Gemeindevertreter Daniel Mosmann. Zu den Ehrengästen des Festes gehörten u.a.Beata-Maria Czarnecka von der Euroregion Neiße und Heike Böhme, Bürgermeisterin der Stadt Rothenburg. »Ich wünsche mir weiterhin so gute Kontakte zu Przewoz wie sie bisher praktiziert werden sowie ein friedliches Neben- und Miteinander«, erklärte Rüdiger Mönch.

»Das diesjährige Balthasarfest finde ich sehr gut gelungen, weil direkt am Hungerturm auch Ritterkämpfe stattfinden und Darsteller die Besucher ins Mittelalter entführen. Das Ambiente stimmt hier einfach«, freute sich Besucher Alfred Junge.

Zu den Stammgästen des Balthasarfestes zählte am Samstag auch Bernd Mätzschke. »Hier geht es immer ganz gemütlich und familiär zu, besonders am Abend, wenn alles so schön beleuchtet ist, strahlt das Fest eine ganz besondere Atmosphäre aus«, meinte der Klein Priebuser.

Zu den Chören, die Proben ihres Könnens abgaben und dafür mit viel Beifall bedacht wurden, gehörten auch der Männergesangsverein Schlesische Schwälbchen aus Daubitz, der Gemischte Volkschor Eintracht Bad Muskau, der Posaunenchor aus Weißwasser, der Spielmannszug Rothenburg sowie Kantor Martin Baldenius aus Weißwasser.

Nach dem musikalischen Leckerbissen für alle Freunde des Chorgesangs standen im Anschluss ein gemütliches Beisammensein und Tanz im Park am Hungerturm auf dem Programm.
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Erstellt am: 06. Juli 2010, 00:00 Uhr
Geändert am: 07. Mai 2012, 11:29 Uhr
Autor: aku

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