Weißwasseraner investieren 2010 in verschiedene Baumaßnahmen
Weißwasser
Die Krankenhaus Weißwasser gGmbH hat das Jahr 2009 laut Geschäftsführerin Silvia Burghardt mit einem sehr gutem Ergebnis abgeschlossen. „Wir haben ein Plus von rund 400 000 Euro erzielt. Wobei die Jahresabschlussprüfung noch aussteht und somit noch Änderungen möglich sind.
Die Verwaltungschefin freut sich über dieses Ergebnis. „Wir stehen sehr gut da“, betont Silvia Burghardt und widerspricht damit Veröffentlichungen in anderen Medien. Ihrer Meinung nach spricht die Statistik 2009 eine deutliche Sprache für das Krankenhaus mit dem Einzugsgebiet Weißwasser und den Orten im Umkreis von zirka 30 Kilometern. „Im vergangenen Jahr sind 7800 Patienten stationär und 15 000 ambulant behandelt worden.“ In der Zahl der ambulanten Behandlungen eingeschlossen sind radiologische Untersuchungen, Notfälle und ambulant durchgeführte Operationen“, erklärt Silvia Burghardt.Gute Chancen für AzubisHinter dem positiven Ergebnis stehen 312 Mitarbeiter einschließlich 20 Azubis. Die Chefin sieht steigende Chancen für diese, nach der Ausbildung eingestellt zu werden.
„Vorausgesetzt, sie beenden die Lehre erfolgreich.“ Möglich wird das, weil im vergangenen Jahr 17 Altersteilzeit-Verträge mit älteren Beschäftigten abgeschlossen wurden. „Wir freuen uns, dass dadurch die Jugend nachrücken und in der Heimat bleiben kann, denn bisher haben wir ja für Bayern und andere Länder ausgebildet“, so die Chefin.Das Geld, welches 2009 erwirtschaftet wurde, wird für geplante Investitionen eingesetzt. Im Mai sollen die angekündigten Arbeiten im Eingangsbereich des Haupthauses beginnen. Zum einen wäre da die neue Vordachkonstruktion aus Glas zu nennen. Auch die Betonmauer neben dem Haus verschwindet und wird durch Glas-Elemente mit Handläufen ersetzt. Auch der Radius der Zufahrtsstraße vor dem Haupteingang muss auf Wunsch der Feuerwehr geändert werden, denn derzeit sei es dort zu eng. Zum anderen ist dann auch die Zeit reif, um die geplanten Veränderungen im Foyer zu starten.
„Wir wollen eine rollstuhlgerechte Aufnahmekabine und ein Foyer, das einer Hotel-Lobby gleicht“, so die Chefin. „Ähnlich wie es 1975 der Fall war, als das Krankenhaus eröffnet wurde“, und wie es auf Fotos von damals zu sehen ist. Für die Frauen ist eine zentrale Umkleide mit neuen Schränken, Belüftung und Beleuchtung vorgesehen. „Und im zweiten Halbjahr ist die Cafèteria – wenn sie die Tochtergesellschaft übernimmt – dran und erhält ein neues Outfit“, kündigt Silvia Burghardt an.Tochterfirma gegründetNachdem der Kreistag im Dezember der Gründung einer Servicegesellschaft (SKW) als hundertprozentige Tochterfirma zugestimmt hat, mit der die Hotelleistungen von den medizinisch-pflegerischen getrennt werden sollen, hat das Krankenhaus begonnen, Nägel mit Köpfen zu machen.
„Wir haben die Reinigung vom früheren Dienstleister übernommen, und das funktioniert sehr gut.“ Silvia Burghardt spricht von Einsparungen bei verbesserter Qualität. Abstriche beim Verdienst habe es für die Mitarbeiter nicht gegeben. „Sie werden, so wie bisher, nach Tarif bezahlt.“ Zum 1. April wechseln die nächsten 27 Beschäftigten – Hol- und Bringedienst, Fahrdienst, Pforte, Stationsservice – in die SWK. „Auch für sie ändern sich die Konditionen nicht.“ Schritt für Schritt werden sich jedoch Arbeitsabläufe ändern. Das jeweils in Absprache mit den Kollegen. Silvia Burghardt betont, dass der Betriebsrat in alles einbezogen ist. Zu Beginn des Jahres 2011 wird dann auch die Küche von der Tochterfirma übernommen. Von da an muss sich kein Patient mehr schon am Abend vorher entscheiden, was er gern am nächsten Tag essen möchte. „Er kann das dann unmittelbar zur Essenszeit machen dank eines rollenden Büfetts.
Die ersten erfolgreichen Probeläufe haben wir jetzt schon auf der Station 3 gemacht, und in der nächsten Woche und Ende April folgt die Innere.“ Dafür hat sich das Krankenhaus verschiedene Wagen von den Herstellern ausgeliehen. „Und unser Küchenleiter hat sich jetzt auch mal in einer Klinik in Hamburg-Eppendorf angeguckt, wie es dort funktioniert.“Eigentlich war für 2010 auch geplant, das Verwaltungsgebäude zu sanieren und in der unteren Etage Praxisräume für niedergelassene Ärzte zu schaffen. „Den Umbau verschieben wir auf die Jahre 2011/2012.“
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