13. April 2011, 00:00 Uhr

Kleines Fahrgastschiff steuert Bärwalder See an

Segelschule lässt sich am Klittener Ufer nieder

Boxberg Am Klittener Ufer wird sich bald allerhand tun. Auf dem großen Ponton und dem Aussichtspunkt der Wellenbrecheranlage des Hafens beginnen, sobald die wasserrechtliche Genehmigung durch die Landesdirektion erteilt worden ist, die Bauarbeiten für die Marina Klitten-Jasua.

Wie Boxbergs Bürgermeister Roland Trunsch in der jüngsten Ratssitzung weiterhin informiert hat, plant die Firma Boote&Freizeitsport aus Löbau mit vormaligem Sitz am Berzdorfer See, auf dem großen Ponton eine Segelschule zu errichten. Weiterhin sind Bootsverleih, Toilettenanlage und eine gastronomische Einrichtung geplant. Auf der Aussichtsplattform wird es künftig einen Leuchtturm geben. „Auch das kleine Fahrgastschiff für zwölf Personen soll schon bald zwischen dem Hafen Klitten und den Anlegern in Boxberg und Uhyst verkehren“, so Trunsch weiter.

Um den Campingplatz Klitten-Jasua in Betrieb zu nehmen, braucht es den Bebauungsplan, betont Seekoordinator Roman Krautz. Dort sollen 36 Stellplätze für Wohnwagen und Zelte entstehen. Ein Betreiber für den Platz gibt es bereits, hat der Ausschuss beschlossen. Gleichfalls wichtig ist der B-Plan für den Bau der Wasserwacht am Klittener Ufer.

Mit dem Auslegungsbeschluss, den der Gemeinderat zum B-Plan gefasst hat, soll nun schnellstens Baurecht geschaffen werden. „Mit dem Landkreis haben wir vorher Gespräche geführt, um einen Plan zu haben, der genehmigungsfähig ist, denn wir brauchen ihn dringend. Sonst wachsen uns die Probleme über den Kopf“, ließ Trunsch ganz schön Dampf ab. Schließlich wird um das Bauvorhaben Rettungswache seit Monaten gerungen.

Reduzierter Plan

Der B-Plan Klitten-Jasua ist um 40 Produzent reduziert worden, umfasst jetzt zwölf Hektar Land und fünf Hektar Wasserfläche. Geplant sind dort Campingplatz, Rettungswacht, Strand, Parkplatz und Gastronomie. Der Plan liegt zur Einsichtnahme aus.



Am Uhyster Ufer hat die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV) mit den Instandsetzungsarbeiten an der Steganlage und der weiteren Gestaltung des Strandbereiches begonnen.

Das Bauvorhaben Besucherparkplatz Uhyst kann ausgeschrieben werden. Vonseiten des Planungsbüros ist dementsprechend alles vorbereitet. Allerdings steht laut Trunsch die Stellungnahme zur Prüfung bautechnischer Vorgaben durch den Sachverständigen für Böschungen noch aus. Ohne diese geht im Moment nichts voran.

Steganlagen repariert

Die Winterschäden an den Schwimmsteganlagen des Bärwalder Sees sind gemeinsam mit den Mitgliedern des Wassersportvereins beseitigt worden. Vor allem Eis und Wind hatten zu erheblichen Beschädigungen gesorgt.



Das Wasser am Bärwalder See sinkt. Derzeit liegt es bei 123,71 Metern über dem Meer. Darauf hat man lange gewartet, ist es doch Voraussetzung, um die Slipanlagen am Gewässer zu errichten. Doch die Anlage auf Klittener Seite macht Probleme. Gemeinderat Horst Jannack hatte das Thema in der jüngsten Ratssitzung angesprochen.

Seekoordinator Roman Krautz konnte vermelden, dass man in Gesprächen mit der LMBV ist. Doch er musste auch erklären, dass die Finanzierung des Einbaus auf Klittener Seite nicht gegeben ist, weil Teile der Slipanlage bereits am Schulenburgkanal verbaut sind.

Es sieht derzeit so aus, als müsste die Gemeinde weitere Arbeiten vorfinanzieren. Gemeindewehrleiter Gunna Sock erklärte, dass er derzeit das Feuerwehrboot ohne die Anlage nicht auf den See bekommt. „Die Saison kann so nicht abgesichert werden“, machte Sock deutlich. Die Saison beginnt offiziell mit dem Ansegeln am 30. April.

 

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Auch wenn mit drei Grad Celsius Wassertemperatur der See noch nicht zum Baden einlädt, schlägt Boxbergs Bürgermeister die Werbetrommel. „Der Boxberger Anleger ist für die Öffentlichkeit von 9 bis 20 Uhr geöffnet. Bei entsprechenden Wetterverhältnissen erwartet den Besucher ein fantastischer Fernblick über den größten sächsischen See in das Oberlausitzer Bergland“, kam Trunsch in der jüngsten Sitzung schon ein bisschen ins Schwärmen.
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Erstellt am: 13. April 2011, 00:00 Uhr
Geändert am: 07. Mai 2012, 11:35 Uhr
Autor: Von Regina Weiß

Von Regina Weiß

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