In Trebendorf entsteht ein neuer Sportkomplex
Fertigstellung im Spätsommer 2013 geplant / Sportvereinsvorsitzender skizziert Entstehungsgeschichte
Die Arbeiten am neuen Vereinshaus von Trebendorf haben jetzt begonnen. Die RUNDSCHAU sprach darüber mit René Kraink, Vorsitzender des Sportvereins. Denn das Baugeschehen in der künftigen grünen Mitte ist sein Part als Leiter der örtlichen Arbeitsgruppe Bau. Diese wurde vor einigen Monaten von Bürgermeisterin und Gemeinderat ins Leben gerufen. Jedes der fünf Mitglieder begleitet ehrenamtlich ein anderes entstehendes Objekt am Umsiedlungsstandort Trebendorf.
Unsere jetzige Gebäudeanlage besteht aus Containern, die mittlerweile über 20 Jahre alt sind und dadurch kommt es in den Wintermonaten häufiger vor, dass etwa die Wasserleitungen einfrieren. Das neue Vereinsgebäude ist nicht nur für unseren Sportverein mit über 300 Mitgliedern, sondern für alle Vereine inklusive Feuerwehr und der Kita in der Gemeinde. 2006 war jeder Verein aufgefordert, Ideen für den Forderungskatalog Trebendorfs einzubringen. Da machten wir den Vorschlag, damit sich die Vereinsarbeit weiter entwickeln kann. Damals sind wir vom Bürgermeister belächelt worden. Dann habe ich das mal zeichnen lassen, wie wir uns das vorstellen. Da hieß es: gar nicht so unrecht. So wurde es dann ein Punkt von vielen im Trebendorf-Vertrag, den Vattenfall nun realisiert.
Wird jetzt alles so gebaut, wie die Trebendorfer es wollten?
In dem Projekt stecken viele Ideen von uns Trebendorfern. Seit 2008 haben wir in Hunderten Stunden mit Vereinsmitgliedern, Gemeinde, Planern und Vattenfall beraten und diskutiert, um jede einzelne Idee, um Ausstattungen und anderes gerungen. Klar gab es Abstriche. Aber wir sind trotzdem riesig stolz, was wir erreicht haben, und können es kaum erwarten, dass es fertig wird. Denn es ist ja alles schon ein Jahr später, weil wir ewig auf Fördermittel gehofft hatten. Die vielen Behördengänge haben leider nichts gebracht - keine Fördermittel.
Wer nutzt das fertige Gebäude und die Anlagen?
Der Sportverein, Seniorenverein, Domowina und Frauenverein sowie der Jugendklub erhalten zum Beispiel Räume. Wenn man ins Vereinsgebäude kommt, dann sind im Erdgeschoss links Gastrobereich und zwei Bowlingbahnen, rechts die behindertengerechte Sanitäranlage und Umkleide für den großen Gymnastikraum. Er bekommt Fußbodenheizung und eine Spiegelwand und wird auch von den Kita-Kindern mit genutzt. Vom Erdgeschoss kommt man auch in den Mehrzweckraum. Hier können nicht nur Volleyball, Hallenfußball, Badminton und anderes gespielt werden, sondern er ist auch Veranstaltungssaal, hat große Ausgänge zum Festplatz. Dadurch kann der Raum bei Bedarf mit einem Festzelt noch verlängert werden. Der Raum kann aber auch in der Mitte abgetrennt werden. Auf dieser Ebene befinden sich auch ein Erste-Hilfe-, Wäsche- und Fitnessraum.
Gibt es ein Obergeschoss?
Ja, hier entstehen die Räume für die Vereine, für Trainer und Regieraum für Stadionsprecher, Billard, Vereinszimmer zum Beispiel. Außerdem entsteht ein separates Gebäude mit Doppelgarage, Werkstatt und Jugendklub-Bereich. Draußen entstehen Kunstrasenplatz mit Flutlicht, Tribüne und integrierter Kampfbahn für unsere Feuerwehr.
Wann wollen die Trebendorfer die Fertigstellung feiern?
Im Spätsommer 2013 soll dann alles fertig sein. Bis dahin sind verschiedene Bauabschnitte mit verschiedenen Terminen vereinbart, denn der Vereinsbetrieb muss aufrecht erhalten bleiben. So soll das neue Vereinshaus Ende kommenden Jahres bezugsfertig sein. Die Arbeiten für die Außenanlagen mit dem Kunstrasenplatz und so weiter beginnen in etwa zwei Wochen. Im Spätherbst sollen die Flächen bespielbar, die Kampfbahn nutzbar sein. Und wenn wir dann spätestens im März 2013 aus unseren Containern hier komplett umgezogen sind ins neue Vereinshaus, dann erfolgt hier der Abriss, damit dann diese Flächen auch noch gestaltet werden können.
So ein riesiges Vorhaben mitzubegleiten, kostet sicherlich viel Zeit. Hinzu kommen, eigene Firma, die Familie und der eigene Hausbau als Umsiedler, der Sportverein. Ist das nicht ein bisschen viel auf einmal?
Es stimmt, die Arbeit wird nicht weniger, aber sie macht auch riesigen Spaß. Aber Ariane – meine Frau – und ich ziehen da an einem Strang. Sie bringt sich ja genauso ehrenamtlich ein neben ihrem Beruf. Und dann helfen uns auch ja auch meine Eltern, mein Bruder und Freunde. In der Gemeinde Trebendorf ist die Arbeit zudem auf vielen Schultern verteilt. Jeder Engagierte erhält dabei Unterstützung von unserer Bürgermeisterin persönlich.
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Artikel-Aktualisierungen:
Erstellt am: 04. Juni 2011, 00:00 Uhr
Geändert am: 04. Juni 2011, 01:54 Uhr
Autor: Mit RENÉ KRAINK sprach Gabi Nitsche

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