Bereits als Kind begann der Ur-Weißwasseraner seine Umgebung bildlich darzustellen. Über Jahrzehnte erarbeitete er sich seine spezielle Technik, die feine Ölmalerei auf Hartfaser. Das beliebteste Motiv ist seine Heimat, die er immer wieder in verschiedenen Lichtverhältnissen mit sehr großer Detailtreue darstellt. «Es gibt hier doch herrliche Fleckchen. Wir werten uns mit unserer Landschaft oftmals ab, dabei gibt es hier viel Einzigartiges» , so der Hobbymaler.
Ob die Gegend um das Jagdschloss oder der Rotwassergraben, überall fand Hans-Joachim Klei in der Vergangenheit seine Motive, die er mit seinem Naturtalent verewigt. Neben der Landschaftsmalerei hat er natürlich auch schon Portraits gemalt und auch Aquarelle angefertigt.
Letztlich ist es aber gerade die Landschaftsmalerei mit den Ölfarben, an denen er immer wieder hängen bleibt. «Gerade mit Öl wirken die Landschaftsbilder in leuchtenden tiefen Farben besonders gut» , ist sich Klei sicher. So malte er auch die Holzkirche in Sprey mit besonderer Lichteinwirkung.
Klei malt vor Ort nur skizzenhaft, um später im heimischen Atelier die Bilder mit viel Kunstfertigkeit zu vollenden. Obwohl der Weißwasseraner «nur» ein Autodidakt ist, hat er es mit den Jahren zu einem beachtlichen Können gebracht. In all seinen Werken ist nicht nur die Schönheit, sondern auch die Ehrfurcht vor der Natur zu erkennen. In seinem Leben hat der Weißwasseraner Hobbymaler weit mehr als 700 Bilder gemalt. In seinem gemütlichen Eigenheim hat er sich im Keller ein kleines Atelier eingerichtet. Hier findet er die Muse für seine Malleidenschaft. Wenn er seinen großen Garten nicht noch bewirtschaften müsste, würde er hier seine gesamte Zeit verbringen erzählt der studierte, ehemalige Patentanwalt für Glasindustrie.
Die kleine wie sehenswerte Ausstellung, die wiederum auf Initiative von Karola Petrick zustande kam, ist noch bis November im Foyer des Krankenhauses in Weißwasser zu sehen.

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