Kreba-Fisch GmbH: Winter-Verluste sind nicht das Problem
Weißwasser
Das Fischsterben im Weißwasseraner Neuteich (die RUNDSCHAU berichtete) hat die Frage in der Öffentlichkeit aufgeworfen, inwieweit der lange und strenge Winter den Schuppentieren in den Teichwirtschaften geschadet hat.
Das traditionelle Abfischen der Schwarzen Lache in Kreba-Neudorf wird durch den Winter nicht beeinträchtigt. Die Binnenfischer sehen keine negativen Auswirkungen der Witterung auf die diesjährige Produktion. Foto: Archiv/Ingolf Tschätsch Foto: Ingolf Tschätsch
Ja, dieser Winter habe zweifellos zu Verlusten in den Binnenfischereien geführt. Das sagt Dr. Wolfgang Stiehler, Präsident des Sächsischen Fischereiverbandes und Geschäftsführer der Kreba-Fisch GmbH, der RUNDSCHAU. Er habe auch schon solche Verlustmeldungen auf dem Tisch. „Wie groß das Ausmaß ist, lässt sich jetzt noch nicht sagen, weil die Teiche noch zugefroren und von Schnee bedeckt sind. Man kann auch nicht davon sprechen, dass alle Betriebe gleichermaßen davon betroffen sind. Das ist ganz unterschiedlich“, meint Stiehler. Dort, wo die Wasserzuführung gewährleistet und die Fische genügend mit Sauerstoff versorgt worden sind, sei die Gefahr am geringsten gewesen. Wolfgang Stiehler schätzt aber auch ein, dass nicht die von den Unternehmen bewirtschafteten Teiche das Problem in diesem Winter waren, sondern eher die kleinen Gewässer in der Natur oder privat, die weder Zufluss noch Abfluss haben, wo kein Sauerstoffaustausch stattfinde.
„Dort ist mit massiven Verlusten zu rechnen“, so der Fachmann. Und in der Kreba-Fisch GmbH selbst? „Wir haben nur wenige Fische in den Teichen. Die meisten befinden sich in der Warmwasseraufzuchtanlage in Schwarze Pumpe und werden erst im Frühjahr bei uns ausgesetzt. Deshalb gehe ich von nur geringen Verlusten aus“, erklärt der Geschäftsführer. Sein Kollege in der Nachbarschaft, Dietmar Bergmann, Chef der Teichwirtschaft Klitten, pflichtet ihm im Wesentlichen bei. Der Frischwasserdurchlauf sei auch in seinem Unternehmen das A und O gewesen. Im Übrigen hätte der Winter auch sein Gutes gehabt: „Kormorane und Silberreiher, die ärgsten Feinde der Fische, sind wegen des Eises nicht an ihre Beute herangekommen. Sie mussten hungern“, sagt Bergmann nicht ohne eine gewisse Genugtuung. Sowohl er als auch Stiehler sehen keine negativen Auswirkungen durch den Winter auf die Produktionsergebnisse in diesem Jahr.
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