04. Februar 2012, 00:00 Uhr

Experte plädiert für ein Landesmuseum in Cottbus

Umfangreicher Fundus / Diskussion um Zukunft des Stadtmuseums

Cottbus Der frühere Landesdenkmalpfleger Günter Wetzel plädiert in der Diskussion um die Zukunft des Cottbuser Museums für die Errichtung eines Landesmuseums. „Angemessen wäre der Status ,Niederlausitzer Landesmuseum'“, erklärt er.

Damit kritisiert er ausdrücklich die bisherigen Vorstellungen von Kulturdezernent Berndt Weiße (parteilos). Er hatte erklärt, dass sich Cottbus künftig auf ein Stadtmuseum konzentrieren werde. „Diese Reduzierung würde sich völlig kontraproduktiv auf zukünftige Besucherströme auswirken“, kontert Wetzel. „Kein Besucher des Umlandes hätte Interesse, sich nur Funde aus dem Stadtgebiet anzusehen.“ Zumal Cottbus aus einem umfangreichen Fundus schöpfen könnte, finden sich in den Sammlungen doch Objekte aus der gesamten Region, die nicht nur Laien, sondern auch Fachleute interessieren. Doch bislang liegt dieser Schatz brach. Das Museum in der Bahnhofstraße ist derzeit wegen baulicher Mängel geschlossen. Seine Finanzierung steht derzeit auf dem Prüfstand, um ein Konzept wird gerungen. Dabei biete sich gerade jetzt die Gelegenheit, die Weichen für ein Landesmuseum zu stellen, betont Wetzel: „Auch wenn sich das durch die schlechte Finanzsituation der Stadt Cottbus und eine mögliche Fusion mit dem Landkreis Spree-Neiße und seinen Museen erst in Zukunft zu realisieren wäre.“ Andere Museen etwa in Luckau oder Spremberg tragen längst die Niederlausitz werbewirksam in ihrem Titel. „Man darf sich diese Chance nicht verbauen, abgesehen von den gesetzlichen Verpflichtungen zum Erhalt und der Zugänglichkeit der Sammlung für wissenschaftliche Arbeit.“
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Erstellt am: 04. Februar 2012, 00:00 Uhr
Geändert am: 04. Februar 2012, 03:33 Uhr
Autor: pk

pk

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