06. März 2008, 00:00 Uhr

Eine Lobby für Frösche und Lurche

Weißwasser. «Wir sprechen vom größten Artensterben seit den Dinosauriern – eine heftige Geschichte» , macht Weißwassers Tierpark-Chef Gert Emmrich auf die dramatische Situation der Amphibien aufmerksam. Weltweit sind rund 2500 der 6000 Arten vom Aussterben bedroht.

Knallgrüner Blickfang: der Neuguinea-Riesenlaubfrosch.Der blaue Pfeilgiftfrosch , der in den tropischen Regen- und Nebelwäldern zu Hause ist, steht als gefährdete Spezies auf der Roten Liste der Internationalen Naturschutzunion IUCN. Foto: Fotos: privat
Neben dem Verlust von Lebensräumen sorgt auch der ursprünglich in Südafrika beheimatete Chytridpilz für das Verschwinden ganzer Populationen. Im Jahr des Frosches, das der Weltzooverband für 2008 ausgerufen hat, will auch der Tierpark Weißwasser zusätzlich im Amphibienschutz aktiv werden. Gemeinsam mit den Tierparks und Zoos von Bischofswerda, Hoyerswerda, Görlitz und Zittau startet in diesen Tagen ein Wettbewerb. «Wir suchen Krötenretter» , erklärt Gert Emmrich.
Jeder, der bis September Fröschen oder Kröten etwas Gutes tut, bekommt eine Kröten-Lebensrettermedaille und kann einen Preis gewinnen. Wie die Hilfe aussieht, sei jedem selbst überlassen. Denkbar sei, einen Gartenteich anzulegen, Amphibien aus Gruben oder Kellern zu retten, Informationstafeln an Schulen anzubringen oder aber Sammelaktionen für eine Spende an eine Naturschutzorganisation durchzuführen. «Natürlich darf man sich auch an Krötenzaunaktionen beteiligen» , sagt Emmrich.
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Erstellt am: 06. März 2008, 00:00 Uhr
Geändert am: 06. März 2008, 10:33 Uhr
Autor: Martina Hanold

Martina Hanold

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