26. Oktober 2010, 00:00 Uhr

Ein Ausflug nach Arnbruck

Gemischter Chor aus Bad Muskau erzählt über den Besuch im Bayrischen Wald

Einen musikalischer Ausflug in den Bayrischen Wald – das erlebte Hannelore Koschkar mit ihren Chormitgliedern aus Bad Muskau und teilte dies in einem Leserbrief mit.

Die Vorbereitungen und Planungen liefen seit langem und am 9. Oktober in aller Frühe ging es los. Der Bus war pünktlich und alle vereinbarten Haltestellen konnten [...] angefahren werden. Die Chormitglieder, ihre mitreisenden Ehepartner und Lebensgefährten sowie einige treue Anhänger, welche uns mit ihrem Beitrag die Fahrt in dieser Form ermöglichten.

In zügiger Fahrt ging es bis nach Regensburg. Bei einer kleinen Stadtführung erfuhren wir: sie ist ca. 2000 Jahre alt, [hat als] die viertgrößte Stadt Bayerns einen Bischofssitz und drei Hochschulen. Wir lernten die steinerne Brücke, die Porta Praetoria, Patrizierhäuser und das alte Rathaus kennen. Unser Weg führte uns durch enge Gassen, über weite Plätze und endete am Dom. [...] Wir konnten im Innern die neue, weltweit größte frei hängende Orgel bewundern und ihren Klang, wenn auch nur bei einer Intonation, erahnen.

Nach einer Pause ging es weiter unserem Ziel Arnbruck entgegen. Dieser Ort liegt im Zellertal, dem Naturpark Bayrischer Wald und ist anerkannter Erholungsort. Wir wurden im Landgasthof Unterschaffer herzlich begrüßt.

Am Sonntag [begannen wir unser Konzert] um 11 Uhr im Gelände der Firma Weinfurtner. Obwohl es kaum Sitzmöglichkeiten gab, hatten wir viele Zuhörer und auch Mitsinger. Aus dem Publikum kamen noch einige Liedwünsche, aber nach 90 Minuten waren unsere Stimmen erst einmal erholungsbedürftig. Der Senior der Firma ließ es sich nicht nehmen und bedankte sich bei uns. Im Anschluss gab es eine kleine Führung durch das Glasdorf. [...] So viel Glas in solch vielfältigen Variationen hatten wir noch nicht gesehen.

[Am Abend] war Tanz und Unterhaltung angesagt, aber was uns dann geboten wurde, übertraf unsere Erwartungen. Zwei als echt bayrische Buben bekleidete junge Männer spielten und sangen, erzählten Witze, so dass unsere Lachmuskeln arg strapaziert wurden.

Am Montag hieß es wieder in den Bus. Die Fahrt ging in Richtung Passau. Unterwegs machten wir Halt am längsten Baumwipfelpfad der Welt in Neuschönau. Den Aussichtsturm, mit seiner Höhe von 44 Metern, bestiegen nur die Mutigsten. Diese wurden mit einem Blick bis zu den Alpen belohnt.

Nach dem Abstieg ging es weiter. In Passau blieb uns leider nur sehr wenig Zeit für die drei Flüsse-Stadt. Hier, an der Grenze zu Österreich, fließen Donau, Ilz und Inn zusammen. Die Altstadt liegt auf einer schmalen Halbinsel zwischen Inn und Donau und wird auch als Venedig Bayerns bezeichnet. Wir hatten eine Erlebnisrundfahrt auf dem Kristallschiff reserviert. Die alte Legende der Nixe Isa mit ihrer faszinierenden Unterwasserwelt wird durch das Funkeln von tausenden Swarovski Kristallen auf diesem Schiff lebendig. Unterwegs konnten wir beobachten, wie das grüne Wasser des Inn, das aus den Alpen kommt, und das fast schwarze Wasser der Ilz, welche einem Moorgebiet entspringt, sich mit der blauen Donau vereint. Die Ufer sind gesäumt von schönen Ortschaften, Schlössern und Burgen. Ein glamouröser und wunderschöner Abschluss.

Die Fahrt in Richtung Heimat erfolgte wie auch die Hinfahrt ohne Zwischenfälle. [Dem] Busfahrer Steffen, [seiner] Firma Schmidt-Reisen und allen Organisatoren gilt unser Dank. Besonders [auch] unserem Sangesbruder Roland Meyer für seine Organisation. Er hat alles im Voraus durchdacht und geplant.

Wir werden sicher noch sehr lange von den vielen schönen Erlebnissen und Eindrücken schwärmen.
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Erstellt am: 26. Oktober 2010, 00:00 Uhr
Geändert am: 07. Mai 2012, 11:31 Uhr
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