Die neuen Wirtsleute Kathi und Klaus Mußlick. Fotos: G. Nitsche
April eines jeden Jahres startet im Erholungsgebiet Halbendorfer See die Saison. Wer jedoch mit einem großen Spektakel und vielen fleißigen Campern, die ihre Leinwandvillen aufbauen, rechnete, hatte sich verrechnet. „Heute ist doch Freitag. Die ersten Dauercamper erwarten wir am Wochenende. Die Wettervorhersagen sind ja vielversprechend“, so Lothar Ahr, der Chef in diesem Naherholungsgebiet.

Er freut sich, dass mit dem Saisonstart auch die Strandgaststätte wieder öffnete. „Im vorigen Sommer war sie ja geschlossen, und das hat einigen Gästen überhaupt nicht gefallen“, weiß Ahr. Doch der Zweckverband und der damalige Pächter hatten sich getrennt. Bevor ein neuer Gastwirt hier walten konnte, musste erst umgebaut und renoviert werden. Das ist in den vergangenen Monaten erfolgt. Die beiden Mitgliedsgemeinden des Zweckverbandes schoßen die Gelder für diese Arbeiten vor und hoffen nun auf viele, viele Gäste die bei den Wirtsleuten Kathi und Klaus Mußlick einkehren, zufrieden sind und wiederkommen.

Kathi und Klaus

„Das ist genau das, was auch uns am Herzen liegt“, so Klaus Mußlick, der im „Gasthaus Kathi und Klaus“ der Mann an den Kochtöpfen ist. Dabei wird der 53-Jährige von seiner Frau, die Restaurantfachfrau ist, gern unterstützt. „Sieben Jahre hatten wir eine Gaststätte in Bagenz. Doch als der Stausee kein Wasser mehr hatte, war das auch für uns die Härte, es ging den Bach runter“, so der Wirt. Von einem Gast hätten sie dann erfahren, dass neue Pächter am Halbendorfer See gesucht werden. „Und nun sind wir froh, mit Herzblut dabei und wollen es den Gästen beweisen.“ Das zum Beispiel mit gutbürgerlicher Küche und täglichen Öffnungszeiten von 11 bis 22 Uhr. „Wenn bei klasse Wetter die Gäste noch auf der Terrasse sitzen, dann werden wir nicht schließen . . . “ Schließzeiten sehen die Mußlicks in der Saison nicht vor.

Apropos Saison. Wenn bei Badewetter Eintritt kassiert wird, aber Gäste eigentlich nur in die Gaststätte wollen, ist auch eine Regelung gefunden worden, um diese Leute nicht zu verärgern, wie es in der Vergangenheit passierte. „Bei zehn Euro pro Person wird der Eintritt bei uns verrechnet. Ich denken, das ist ein faires Angebot.“

Viel Arbeit nach dem Winter

Über mangelnde Arbeit können sich derzeit weder Lothar Ahr noch dessen Mitstreiter in Vorbereitung auf die Saison beklagen. „Wir haben für das Gelände gegenwärtig keine Ein-Euro-Jobber, und es ist ja überall viel zu machen, damit pünktlich alles in Ordnung ist. Die Erholungsuchenden sollen ja einen guten Eindruck vom Gelände und den Anlagen gewinnen“, so Ahr. „Das Spielschiff am FKK ist repariert, für den Trimmdichpfad liegt das Holz zum Auswechseln schadhafter Teile bereit. Und den Weg um den See haben wir auch schon gekehrt.“ Lothar Ahr sagt, dass aber das Wichtigste erst einmal die Campingplätze am Textilstrand und auf der FKK-Seite waren. Hier galt es, aufzuräumen und dafür zu sorgen, dass rechtzeitig die Sanitäranlagen betriebsbereit sind. „Durch den Frost lassen sich einige Dinge erst jetzt machen. Zum Beispiel den Sand auf den Spielplätzen austauschen. Es bleibt also noch viel zu tun.“
Sie sorgen mit für Ordnung: Dirk Siegemund und Reinhard Korla.