Tag der offenen Tür im Landau-Gymnasium Weißwasser mit vielen Besuchern
Weißwasser
Parkplätze sind Samstagvormittag rund ums kreisliche Landau-Gymnasium in Weißwasser Mangelware. Ein Zeichen dafür, dass der Tag der offenen Tür an der Bildungseinrichtung gut besucht wird. Und richtig: Im Schulhaus herrscht viel Leben - Viertklässler mit Eltern, Schüler, Lehrer und Ehemalige sorgen dafür.
Nelly Tietze erkundete in Begleitung ihrer Schülerlotsin Celina Haßler das Schulhaus. Foto: Regina Weiß
Eine neue Idee kommt ganz gut an. Erstmals gibt es bei einem Tag der offenen Tür im Gymnasium Schülerlotsen. Die Mädchen und Jungs der 5. und 6. Klasse sind anhand ihrer blauen Schul-T-Shirts auch nicht zu übersehen. „Die Idee hatte Frau Goldstein und es kommt richtig gut an. Es tut nicht nur dem Selbstbewusstsein unserer Schüler gut, sondern hilft auch unseren künftigen Schülern, sich leichter in der Schule zurechtzufinden und Fragen zu stellen“, so Andrea Herda, Leiterin des Landau-Gymnasiums. Zwei, die sich für diesen Tag gefunden haben, sind Schülerlotsin Celina Haßler aus Boxberg und Viertklässlerin Nelly Tietze aus Krauschwitz. Die Sechstklässlerin begleitet Nelly und ihre Mutti. „Eine wirklich gute Idee“, lobt Dina Tietze. Nelly ist sich sicher, dass Landau wird ihre künftige Schule. Ebenso sieht es auch Maxi Linke aus Weißwasser, sie will künftig ins Landau-Gymnasium gehen. Beim Tag der offenen Tür hat es ihr vor allem der Chemieraum angetan. Dort fand sie es besonders toll. Sie weiß allerdings, dass sie noch etwas warten muss, bis Chemie gelehrt wird. „Aber ich finde alle Fächer toll, außer Ethik“, gibt sie zu. Mit der Mutti macht sie sich dann auf den Weg in die neue Turnhalle. Dort können alle sehen, wie gut die sportlichen Bedingungen sind. Weißwassers Oberbürgermeister Torsten Pötzsch nutzt die Gelegenheit, um Werbung für Mission Olympic zu machen. Werbung machen auch die drei Profile des Landaus: sportlich, naturwissenschaftlich und künstlerisch. Ab der 8. Klasse müssen sich die Mädchen und Jungen entscheiden. Kathrin Bien und Evelin Burckert schwärmen fürs künstlerische – kein Wunder, sie unterrichten es ja auch. Vor allem freuen sie sich darüber, wie die Mädchen und Jungen an den Aufgaben wachsen. Sie tanken Selbstbewusstsein, wenn sie auf die Bühne stehen und werden teamfähig, um gemeinsam ein Stück aufzuführen. Auch John-Willy Schönig gehört zur künstlerischen Gruppe, allerdings ist er beim Tag der offenen Tür nicht wirklich zu erkennen. Er ist Lady Gaga und sorgt so für manchen Hingucker. Der Zehntklässler gibt zu, sich solch einen Auftritt vor ein paar Jahren noch nicht getraut zu haben. Sich trauen ist für Jenny Linke kein Problem, mit Linolschnitten hat sie schon in der Grundschule gearbeitet. „Eins a machst Du das“, lobt Lehrerin Bianka Benesch. Jenny strahlt und Mutti Margret Linke mit. „Die Schule ist total schön, aber eben auch sehr groß. Das wird eine ganz schöne Umstellung“, hat Margret Linke doch schon ein bisschen Bedenken. Doch verschütt ist im Landau-Gymnasium noch niemand gegangen, auch wenn es hier viele Schüler gibt. 620 werden derzeit von 50 Lehrern und drei Referendaren unterrichtet. Die meisten Fächer stellen sich auch Samstag vor. Mit den größten Ansturm gibt es bei den Mädchen und Jungs des Leistungskurses Chemie und der Chemie-AG. Der Mix aus Gold- und Bonbonküche samt fliegender Teebeutel-Raketen findet viel Interesse. „Das hier ist eine Geheimlösung, die wird nicht verraten. Wer in der 7. Klasse aufpasst, weiß dann aber, wie es geht“, erklärt Chemielehrerin Annerose Frenzel. Derweil verwandeln sich zig Kupfer-Münzen in „Goldtaler“.
Für einen Hingucker sorgte John-Willy Schönig als Lady Gaga. Foto: Regina Weiß
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