18. März 2010, 00:00 Uhr

Ausstellung des Tzschelln-Modells wird verlängert

Am 1. April Gedenkappell an der Erinnerungsstätte

Weißwasser Eine gute Nachricht kann Dieter Pannach vom Vorstand des Heimatvereins Tzschelln den ehemaligen Einwohnern des von der Kohle zu DDR-Zeiten abgebaggerten Tzschelln, allen Freunden dieses Dorfes, überbringen. „Die Ausstellung im Vattenfall-Kommunikationszentrum am Schweren Berg in Weißwasser, die das Modell des früheren Tzschelln darstellt, wird auf unbestimmte Zeit verlängert“, ließ er gestern die RUNDSCHAU wissen.

Wenn dem Vorstand konkrete Informationen vorliegen, wie lange die Exposition noch zu sehen ist oder ihm anderweitige Details bekannt sind, werde er das rechtzeitig der Bevölkerung mitteilen, so Pannach weiter.

Bekanntlich war vorgesehen gewesen, die Präsentation am 31. März letztmalig der Öffentlichkeit zu zeigen. Interessenten, die sich zu einem Besuch entschließen, sollten laut Pannach die ab sofort geltenden neuen Öffnungszeiten beachten: täglich, außer montags, von 10 bis 18 Uhr.

Das Modell von Tzschelln wurde in zweijähriger mühevoller Kleinarbeit vom Landfrauenverein Nochten angefertigt (die RUNDSCHAU berichtete). Am 4. Februar dieses Jahres ist die Ausstellung im Kommunikationszentrum am Schweren Berg in Weißwasser eröffnet worden. Das ehemalige Dorf – die 273 Einwohner mussten 1976 wegen der heranrückenden Kohlebagger ihre Heimat aufgeben – ist dort im Maßstab von 1:750 nachgestaltet.

Dieter Pannach erinnerte gestern auch an ein wichtiges Datum, das sich die ehemaligen Tzschellner und die Freunde des Dorfes unbedingt vormerken sollten. Es betrifft die Oster-Spree-Fahrt, kurz Otefa genannt, der Spremberger Kanuten. Sie fühlen sich bereits seit vielen Jahrzehnten mit Tzschelln und seinen Einwohnern verbunden, führt doch ihre jährliche Paddeltour auf der Spree zu Ostern auch heute noch an dem ehemaligen Dorf vorbei (die RUNDSCHAU berichtete).

Bereits 1921 lockte es die Spremberger Wassersportfreunde über 20 Kilometer spreeaufwärts, um im Tzschellner Gasthaus Ostern zu feiern. 1974 saß man letztmalig in gemütlicher Runde im Ort zusammen.

In diesem Jahr steigt die Otefa zum 90. Mal. Ein Grund, um dieses Ereignis entsprechend zu begehen. So wurde bereits beim letzten Heimattreffen der Tzschellner im vorigen Oktober darüber informiert, dass es im Zusammenhang mit der Paddeltour am 1. April 2010 einen Gedenkappell geben wird (die RUNDSCHAU berichtete). „Er findet an diesem Tag um 10 Uhr an der Erinnerungsstätte für das abgebaggerte Dorf statt. Wir laden schon jetzt ganz herzlich alle ehemaligen Tzschellner Bürger und weitere Gäste ein, die gern daran teilnehmen wollen“, erklärte Dieter Pannach. it/ni

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Erstellt am: 18. März 2010, 00:00 Uhr
Geändert am: 07. Mai 2012, 11:26 Uhr
Autor: it/ni

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