04. Februar 2012, 00:00 Uhr

„Tschüss Turnhalle!“ mit Sport und Spiel

Krauschwitzer Schulparty am Freitag gut besucht / Erinnerungen werden wach

Krauschwitz Mancher Kampf ist in 50 Jahren um und in der Turnhalle Krauschwitz ausgefochten worden. Egal, ob nun auf dem Stufenbarren, an der Kletterstange, bei Handballbegegnungen oder Kreismeisterschaften oder sogar beim Aufbau der Halle.

Auch Floorball gehört zu den sportlichen Angeboten, die bei der Turnhallen-Abschiedsparty demonstriert wurden. Foto: Regina Weiß Foto: Regina Weiß
Viele dieser Erinnerungen waren am gestrigen Freitag bei der Hallenabschiedsfeier in Krauschwitz sofort wieder präsent. „Ganz Krauschwitz hat an dieser Halle Anteil, die Bürger und Betriebe. Dabei sollte sie damals noch größer werden, eine Halle, in der auch Handballwettkämpfe ausgetragen werden sollten. Geschachtet wurde schon groß, dann aber wurde das Projekt zurückgepfiffen“, erinnert sich der ehemalige Lehrer und Hauptamtsleiter Alfred Junge. „Hier habe ich die Dachziegel raufgeschafft. Das war mein Einstieg an dieser Schule“, so der ehemalige Lehrer Wilfried Schölei. Dennoch sei das lachende Auge größer als das weinende, dass die altgediente Turnhalle nun Platz macht für Neues. „Die neue Halle wird gebraucht“, unterstreicht Alfred Junge.

Auch für die neue Halle waren wieder Kämpfe auszufechten, diesmal weniger sportlicher Natur, sondern eher politischer. „Es war nicht einfach“, weiß Jörg Funda, der im Koordinierungskreis der Gebietskulisse „Östliche Oberlausitz“ des Förderprogramms Integrierte Ländliche Entwicklung (Ile) sitzt. Doch im Dezember stand fest, die Fördermittel von mehr als einer Million Euro kommen für den Neubau der Halle.

„Nach reichlich fünf Jahren können wir nun endlich sagen, dass es weiter geht mit unserer Schulsanierung“, freut sich Schulleiter Michael Christoph. „Jetzt sagen wir Tschüss Turnhalle! 2013 können wir dann sagen: Willkommen neue Turnhalle!“ Gebaut wird eine Schulsport- und Vereinsturnhalle mit den gleichen Maßen wie die alte, allerdings werden Umkleide- und Sanitärräume integriert. Was dann allerdings noch fehlt, ist die Ausstattung mit Sportgeräten. Schüler, Eltern und Gäste waren deshalb aufgefordert, sich im Rahmen der Feier sportlich zu betätigen: Auf Ergometern wurden Sponsorengelder erstrampelt. So soll Geld für die neuen Geräte angeschafft werden.

Die alten Geräte sowie das Parkett können „Geschichten erzählen.“ „Am liebsten war mir der Schwebebalken. Gefürchtet war dagegen das Hangtraining draußen“, erzählt Jutta Knobelsdorf. Der Krauschwitzer Bürgermeister Rüdiger Mönch (Freie Wähler) hat in der alten Halle seine Grundlagen für mehrere Kreismeistertitel gelegt. „Das hat 1976 in der RUNDSCHAU gestanden“, sagt er mit einem Lachen. Und Jörg Funda gibt zu, dass er neben dem Schwimmen ein As am Reck war. „Bodenturnen dagegen habe ich gehasst.“

Dass die Schüler von heute Spaß am Sport haben, haben die Mädchen und Jungen der Mittelschule Krauschwitz in einem einstündigen Programm demonstriert. Handball, Übungen am Barren, der Auftritt der Cheerleader sowie Floorball gegen einen Eishockeytorwart gehörten zum Programm in der mit Besuchern proppenvollen Turnhalle.
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Erstellt am: 04. Februar 2012, 00:00 Uhr
Geändert am: 04. Februar 2012, 03:36 Uhr
Autor: Regina Weiß

Regina Weiß

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