01. Februar 2012, 00:00 Uhr

Städtisches Streusalz hält tiefen Winterschlaf in Spremberg

Sprembergs Winterdienst bisher nur einen Arbeitstag gegen Schnee und Eis im Einsatz

Spremberg Ein Winter ohne Schnee: Das Wetter der vergangenen Monate bewirkt, dass die Kommunen ihre Streusalz-Vorräte kaum angreifen müssen. Spremberg hat bisher nur zwei Tonnen verbraucht.

Fünf Winterdienst-Einsätze bis Mitte Januar – eine derart spärliche Zwischenbilanz konnte die Stadt Spremberg seit Jahren nicht mehr vorweisen. Damit bietet sich den Einwohnern ein Kontrastprogramm zum vergangenen Winter: Damals lag der Schnee bereits im Dezember an Straßen und Parkplätzen der Stadt, und neben den 30 Mitarbeitern der Stadtbrigade waren Tag für Tag 41 weitere Kräfte unterwegs.

Genaue Zahlen für den aktuellen Winter mit einem Vergleich zu den Vorjahren legt die Stadtverwaltung vor – mit Stand vom 12. Januar.

Zahl der Einsätze: Nicht mal ein Zehntel der sonst üblichen Einsätze registrierte das Rathaus seit Winterbeginn. Denn während die Mitarbeiter in dieser Saison wegen des milden Wetters gerade fünfmal auf den Straßen unterwegs waren, hatte es in den Jahren zuvor noch ganz anders ausgesehen. Besonders heftig schlagen sowohl der Winter 2009/2010 mit 69 Einsätzen als auch der Winter 2010/2011 mit 67 Einsätzen zu Buche. Auch im Winter 2008/2009 verzeichnete die Stadt 60 Einsätze. Etwas ruhiger ging es hingegen im Winter 2006/2007 mit 18 Einsätzen und im Winter 2007/2008 mit 30 Einsätzen zu.

Streusalz-Menge: Auch dieser Wert dürfte in der aktuellen Saison als rekordverdächtig gelten. Zwar hat der Bauhof in zwei Silos insgesamt 45 Tonnen Streusalz für den Wintereinbruch gelagert. Doch nur zwei Tonnen Streusalz wurden bislang verbraucht – und da zeigt sich der Unterschied zu den vergangenen Jahren besonders krass. Spitzenreiter war der Winter 2009/2010 mit 393 Tonnen, nur knapp unterboten vom Winter 2008/2009 mit 345 Tonnen. Erst dann folgt der Winter 2010/2011, obwohl ihn viele Spremberger Bürger noch als besonders streng in Erinnerung haben: Er verschlang insgesamt 326 Tonnen Streusalz.

Einsatzstunden des Spremberger Bauhofs: Nicht einmal einen ganzen Arbeitstag nahm der bisherige Winterdienst in dieser Saison in Anspruch: 4,5 Stunden war der Spremberger Bauhof laut Statistik gegen Schnee und Eis im Einsatz. Auch an diesem Beispiel offenbart sich, dass diese Jahreszeit – zumindest bislang – ihrem Ruf noch lange nicht gerecht wurde. Denn im Winter 2008/2009 kam der Bauhof auf 17 200 Stunden, im Winter 2009/2010 auf 13 560 Stunden und 2010/2011 auf 16 120 Stunden. Seite 15

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Erstellt am: 01. Februar 2012, 00:00 Uhr
Geändert am: 01. Februar 2012, 11:17 Uhr
Autor: Von René Wappler

Von René Wappler

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