04. Februar 2012, 00:00 Uhr

Proschimer stimmen gegen den Haushalt

Abgeordnete vermissen im Welzower Stadtetat Investitionen für ihr Dorf

Proschim Mit zwei Gegenstimmen und einer Enthaltung haben die Mitglieder des Proschimer Ortsbeirates ihre Empfehlung für den Welzower Haushalt 2012 verweigert. Moniert wurde in erster Linie, dass in dem Werk nicht eine Maßnahme in dem Welzower Ortsteil verzeichnet sei.



Dabei stünden wichtige Investitionen an, beispielsweise eine grundlegende Sanierung der Kläranlage im Schulweg 49 sowie die Reparatur der Kläranlage im Mühlenweg 51/51 a. Ebenso fehle die geplante Trockenlegung einer Wand in der Hauptstraße 9.

Die Welzower Bürgermeisterin Birgit Zuchold (SPD) erklärte vor den Ortsbeiräten, dass die nicht vorhandenen Angaben im Haushalt zu Proschimer Belangen keineswegs bedeuten, dass in dem 370-Einwohner-Dorf in diesem Jahr nichts mehr passiere. Aufgrund der Doppik-Umstellung würden ähnliche Vorhaben des Haushaltsjahres zu „Produkten“ zusammengefasst. So komme es, dass einzelne kleinere Maßnahmen nicht mehr expliziert aufgeführt würden.

Dabei könne von einer „kleinen Maßnahme“ bei der Sanierung der Kläranlagen keine Rede sein, erklärte der Abgeordnete Roland Link (parteilos). Schließlich sei auch ein Vorhaben für 15 000 Euro im Welzower Industrie- und Gewerbepark extra im Haushaltsplan ausgewiesen. Und für viel weniger würden die Proschimer Kläranlagen auch nicht zu haben sein, so Link.

„Wir können dem Haushalt der Stadt Welzow nur zustimmen, wenn darin auch konkrete Maßnahmen für unseren Ort erkennbar sind“, brachte Ortsvorsteherin Petra Rösch (parteilos) die Meinung ihres Gremiums auf den Punkt.
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Erstellt am: 04. Februar 2012, 00:00 Uhr
Geändert am: 04. Februar 2012, 03:18 Uhr
Autor: Torsten Richter/trt1

Torsten Richter/trt1

Jüngste Kommentare (1)

Dilettantismus ?

von Nachfrage

Wieder einmal zeigt sich dass (Un-)Wissen der Frau Zuchold in grundlegenden hauswirtschaftlichen Dingen einer Kommune. Die Umstellung auf Doppik wird getätigt, um unter anderem eine Transparenz in Finanzangelegenheiten der Kommune zu erreichen. Eine Zusammenfassung in „Produkten“ ist richtig – aber wie von Herr Link korrekt erkannt, müssen dazu alle Maßnahmen den Abgeordneten und Politikern bekannt gegeben werden. Wie soll über ein Haushaltsplan abgestimmt werden dessen Inhalt niemand kennt – oder ist dies so gewollt? Der Bürgermeisterin ist dringend anzuraten, sich endlich mit den Grundlagen der Doppik vertraut zu machen und nicht weiterhin ihren Dilettantismus so offen zur Schau zu stellen.

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