Spremberger Freilichtbühne eröffnet / Tag der offenen Tür am heutigen Samstag
Spremberg
Mit einem Konzert von Ute Freudenberg und ihrer Band ist am Freitagabend die umgestaltete Spremberger Freilichtbühne mit dem neuen multifunktionale Holzbau eröffnet worden. Die Anlage bietet insgesamt 3500 Gästen Platz, es gibt 1200 Sitzplätze und eine große Wiese am Hang, die selbstverständlich benutzt werden kann.
Zufriedene Gesichter: von links Saskia Hebert und Matthias Lohmann vom Generalarchitekturbüro Subsolar, Bürgermeister Klaus-Peter Schulze, Claudia Wolf, Sachgebietsleiterin Stadtplanung. Fotos: Klaus Gentzsch
Zufriedene Gesichter bei den Leuten der Stadtverwaltung, bei den Architekten und bei Brandenburgs Infrastrukturstaatssekretär Rainer Bretschneider. Nach neun Monaten Bauzeit und einer Landesförderung von rund 900.000 Euro aus Mitteln der nachhaltigen Stadtentwicklung ist das Werk vollbracht. Die Lausitz hat eine Perle mehr in ihrer Kulturszene. »Diese Bühne ist kein Luxus. Sie ist eine wichtige und aus meiner Sicht überaus gelungene Investition für die Zukunft einer offenen und kreativen Stadt«, sagte Bretschneider
Die vor zwei Jahren mit Diskussionen begonnene Umgestaltung der Anlage an der Bahnhofstraße hat sich gelohnt. Rund 1,2 Millionen Euro sind investiert worden.
Eröffnung Freilichtbühne Spremberg Foto: Martina Arlt
Die Spremberger Freilichtbühne ist Mitte der 1950er-Jahre im NAW, im Nationalen Aufbauwerk, errichtet worden - mit Beschluss der Stadtverordneten. Mit Beschluss des Parlaments ist sie jetzt gründlich umgestaltet worden. »Zwischen den Jahren 1959 bis 2008 gab's nur kleine Ergänzungen, aber nichts Grundhaftes«, sagt Bürgermeister Klaus-Peter Schulze (CDU). Mit dem Freilichtbühnenprojekt im Rücken, habe er eigentlich mit der Ausrichtung der Landesgartenschau im Jahr 2013 geliebäugelt, doch die Schau findet in Prenzlau statt. Dafür sei Spremberg ins EFRE-Programm, dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung, gekommen. Finanziell auf die Reihe gebracht hat das Claudia Wolf, Sachgebietsleiterin Stadtplanung. »Die Freilichtbühne war das Starterprojekt. Mit dem Bismarkturm und der Gestaltung des Festplatzes bis zur Georgenstraße geht es weiter«, sagt Schulze.
Die Veranstalter
Fest steht, dass die Stadt ihr traditionelles Heimatfest auf der Freilichtbühne veranstalten wird, erklärt der Bürgermeister. Die Anlage könne von kommerziellen Agenturen oder anderen Interessenten gemietet werden. Klaus-Peter Schulze: »Wir haben einen moderaten Einstiegspreis von 300 Euro pro Tag plus, 500 Euro Kaution.« Ab Mai 2011 solle es jeden Monat eine Veranstaltung geben. Nach dem Immissionsschutzgesetz sind Veranstaltungen die mit Geräuschen verbunden sind, allerdings nur bis 22 Uhr erlaubt. Es gebe nur wenige Ausnahmen von der Regel.
Die Architekten
Es ihre erste Freilichtbühne, die sich die Berliner Architektin Saskia Hebert ausgedacht und gebaut hat. Zum Bühnenhaus sagt sie: »Von vorn wirkt es riesig, von hinten eher wie ein Zwerg, aber es passt sich in die Landschaft ein. Das Haus hat ein gewisses Selbstbewusstsein.« Und das Haus lässt sich öffnen, zumindet für diejenigen, die dafür autorisiert sind. »Zu zweit ist es kein Problem, die beiden großen Tore aufzuschieben«, sagt Matthias Lohmann von der Berliner Firma Subsolar, der als Bauleiter fast jeden Tag nach »seinem Baby« gesehen hat.
Der Techniker
Volkmar Kusch (43), Geschäftsführer Veranstaltungstechnik Atlantis audio, ist von der Akustik in der Bühne begeistert: »Der Hammer, schön trocken und hallt nicht«, sagt der Mann im Technikzelt. Kusch ist seit dem Jahr 1992 im Geschäft. Am Freitag hat er das Konzert technisch betreut und beim Perle-Cup am 23. und 24. Juli wird er wieder dabei sein. Sein Anspruch: »Auf jedem Platz muss der gleiche Sound zu hören sein. Das kriegt man hier hin.«
Der Service
Oben, auf dem sogenannten Händlerbalkon, befinden sich Getränke- und Imbiss-Wagen, sowie zwei Toilettenwagen. Rechts am Bühnenhaus gibt es einen weiteren Sanitärbereich mit einer Behindertentoilette. Links am Bühnenhaus befindet sich der Ticket- und Serviceschalter.
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