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Spremberg

Nach 15 Jahren Rechtsstreit wird der Weskower Konsum abgerissen

Spremberg Es ist der schlimmste Fall einer falsch erteilten Baugenehmigung in der Region: Der zum Wohnhaus ausgebaute Konsum im Spremberger Ortsteil Weskow (Spree-Neiße) wird abgerissen. Der Landkreis reagiert damit auf einen Gerichtsbeschluss. Die betroffene Familie Manteufel wird entschädigt - die Details müssen aber noch ausgehandelt werden.
05.02.2010
Haus Weskow
Haus in Weskow bei Spremberg
„Wir wollen das jetzt in einer angemessenen und vernünftigen Weise zügig zu Ende bringen“, versichert Olaf Lalk (CDU), stellvertretender Landrat im Spree-Neiße-Kreis. Das Haus der Familie Manteufel im Spremberger Ortsteil Weskow werde abgerissen, die Betroffenen jedoch entschädigt. Näheres müsste in den kommenden Wochen miteinander besprochen werden.

Über Abriss und Umzug der Familie werde der Kreis direkt mit den Betroffenen und ihrem Anwalt reden. Über die Entschädigung verhandelt mit ihnen der Kommunale Schadenausgleich (KSA), eine Art Haftpflichtversicherung der Kommunen.

Damit endet ein 15 Jahre langes Tauziehen mit unzähligen Gerichtsverfahren, über die Christa Manteufel längst die Übersicht verloren hat. Dazu kamen enorme Kosten und kein ruhiges Familienleben für sie, ihren Mann und ihre beiden inzwischen erwachsenen Kinder. Das alles für den Ausbau eines Ladens, der jetzt unter die Abrissbirne kommt, weil der Landkreis eine Baugenehmigung erteilte, die er nicht hätte ausstellen dürfen.


von Simone Wendler
 
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Jüngste Kommentare
  • 09.02.2010 00:21
    von herne01351
    Anhörung zum Hausabriss....
    Lese ich das richtig in der LR vom 8. Februar, Seite 1, oder habe ich das geträumt?Laut einem Anhörungsbogen der Kreisverwaltung soll Fam. Manteufel nun 23000,-€ für den Abriss ihres Hauses hinterlegen, obwohl sie noch immer den Baukredit abzahlen muß....Ist so etwas denn möglich...? In was für einer "Bananenrepublik" leben wir eigentlich...? Das ist doch wohl kein schlechter, vorgezogener Karnevallscherz? Ansonsten dürfte der Vers zutreffen : "Über Spanien lacht die Sonne,....über Deutschland lacht die ganze Welt"..... Antworten
  • 08.02.2010 13:58
    von Schenkendoeberner
    noch genauer hingucken!!!
    ... das emfpehle auch ich - denn erstens:

    1. herr friese ist als untere bauaufsichts behörde und verantwortlicher für baugnehemigungen - also auch die für die manteufels (vgl. § 52 I 2 BbgBauO, § 11 II LOG, § 132 I 1 BbgKommunalVerf, § 3 I Nr. 1 VwVfG Bund)

    2. das weigern ein gerichtsurteil umsetzen ist einfach nur peinlich und soll von der verantwortlichkeit des kreises (und herrn friese) ablenken. zum artikel: nicht herr friese hat das zwangsgeld gezahlt, sondern der kreis - also der steuerzahler!

    3. das mit dem neuen bauantrag wurde versucht und durch das verwaltungsgericht gekippt. den manteufels zu unterstellen sie wollen nur absahnen ist völlig absurd und vermessen. mit dieser familie und deren letzten 15 jahre möchte sicher niemand tauschen.

    4. als verwaltungschef braucht man eben einen fachmann und keinen peinlichen hampelmann. Antworten
  • 07.02.2010 11:16
    von spyke
    Was sind das für Idioten die sich über ein paar zentimeter dach aufregen. die haben echt nichts besseres zu tun, als eine familie wegzuklagen. ich fass es nicht. ich wünsche der famile Manteufel alles gute und den klägern die hölle auf erden! Antworten
  • 07.02.2010 08:38
    von herne01351
    Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn...
    Es sind ja angeblich nur wenige Zentimeter Abstand, die den Nachbarn immer wieder zur Klage trieben.Konnte er nicht etwas Toleranz zeigen, anstatt die Existenz einer ganzen Familie zu vernichten? Wenn ich so etwas lese, dreht sich mir der Magen um. Ist solcher Art Gebaren Ausdruck von Demokratie? Dieser "Nachbar" hätte meiner Meinung eine tüchtige Tracht Prügel verdient! Zumindest sollten ihn die anderen Anwohner ab jetzt mit Nichtbeachtung strafen. Der Mann hat genug Schaden angerichtet, durch die vielen Gerichtsprozesse auch unser aller Steuergelder "vernichtet". Antworten
  • 06.02.2010 14:06
    von Pumphut
    Weskower Dorfkonsum
    Dies ist ein markanntes Beispiel von falscher Komunalpolitik und falscher amlicher Entscheidungen. Dennoch bekommen in SPN die dafür politisch verantwortlichen immer noch zu viele Stimmen bei einer Wahl. Der Friese wirds schon richten. Oder? Antworten
  • 06.02.2010 23:45
    von Tin008
    Der Friese wirds schon richten ? Als Chef der Kreisverwaltung und Hauptverantwortlicher dürfte ihm jetzt nur noch sein politisches Überleben wichtig sein.Er war es doch,der immer wieder sein Veto eingelegt hatte.Bleibt abzuwarten,wie jetzt die Linkspartei sich dazu äußert.Ist noch gar nicht solange her,da hatte diese dem Landkreis "hervorragende Arbeit" bescheinigt.Wird wohl sich nun als ein Eigentor entpuppen. Antworten
  • 07.02.2010 11:48
    von Scofield
    Genau hinkucken
    Hier wird wieder gegen Friese gewettert?!? Der hatte doch den Abriss immer wieder verhindert, das ganze über die Zeit gerettet so dass die Familie Manteufel heute nur noch einen neuen Bauantrag hätte stellen müssen und alles wäre zu Ende gewesen. Dann hätte der Nachbar die lange Nase gehabt. Aber Manteufes glauben (leider) dass sie nun wie Bergbaubetroffene entschädigt werden können - doch das wird eben nicht passieren. Die Entschädigung wird nur den Wert von 1995 als die letzte Baugenehmigung aufgehoben wurde abdecken. Das wird ein ganz ganz böses Erwachen für die Familie noch geben und dann bin ich gespannt wer alles von den Abgeordneten sich der Untreue schuldig machen will und per Kreis(bzw.Steuer-)mittel hier entschädigen will. Das wird nämlich einfach mal nicht gehen. Antworten
  • 08.02.2010 13:13
    von voyeur
    Genau hinggggucken !
    1. Friese ist ab dem 23.02.2010 out. Der Spree-Neisse Kreis wird auch ohne unseren "Medien-Star" weiter existieren.
    2. Vielleicht wird den Bürgern, wichtiger wäre dem Kreisrat, klar, daß wir einen Verwaltungsfachmann benötigen und keine Schauspieler (dies gilt für die Bewerber aller Fraktionen).
    Nun zu Scofield. DIe Mitglieder des Kreisrates können sich keiner Untreue schuldig machen, da Sie sich auf das Urteil des OLG berufen können.
    Ich habe darauf schon einmal hingewiesen. Hier nochmals der Link zur Pressestelle : http://www.olg.brandenburg.de/media_fast/1411/PM%20Dorfkonsum%20Spremberg-Weskow%20_2_.pdf. Der Mitteilung kann man auch entnehmen welche Leistungen ersetzt werden müssen. Mein Rat an Dich : Lesen, dann kommentieren. Antworten
  • 08.02.2010 08:40
    von kc24
    Und noch 23.000 EU hinterher fordern?
    Hallo Verwaltung ... geht es noch? Antworten
  • 06.02.2010 12:35
    von kc24
    Die Unfähigkeit deutscher Beamter ...
    ... zeigt sich hier wieder einmal sehr deutlich!

    /Ironie an
    aber ist ja egal, kostet ja nur eine Existenz, und jede Menge Steuergelder.
    Ironie aus/

    Familie Manteufel ist nur zu wünschen, das sie analog zu dem Vorgehen im Bergbau ordentlich entschädigt wird. Antworten
  • 06.02.2010 09:06
    von Mellon
    Nicht nur...
    eine angemessene Wohnung, ein adäquater Ersatz muss her. Vielleicht beteiligt sich der Nachbar der Manteufels mit daran bei der Suche. Denn er hat ja das Ganze ins Rollen gebracht. Die Stadt sollte wegen seinem Irrtum, die Fehler eingestehen und die Manteufels alle Gerichtskosten und den Baukredit übernehmen. Denn schliesslich hat ja das Dezernat den Fehler begangen und nicht die Familie. Antworten
  • 06.02.2010 08:08
    von AnnaLog
    Skepsis ist angebracht
    Wenn der Landkreis SPN die Entschädigung seiner Versicherung (KSA) überlässt, kann man sich vorstellen, in wessen Interesse verhandelt wird. Der Rechtsstreit ist für die arme Familie wohl dann noch lange nicht zu Ende.
    Der Sprachgebrauch des Herrn Olaf Lalk "... eine "geeignete Unterkunft" zu finden..." klingt nach dem Umgang mit Hartz4-Empfängern in SPN. Ich denke, die Leute brauchen erstmal eine "angemessene Wohnung". Antworten
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