18. März 2010, 00:00 Uhr

Mit Plakaten zum Weskower Konsum

Weskow Mit einer Demonstration wollen die Weskower am Samstag, 20. März, die Familie Manteufel unterstützen. Die Polizei hat die Aktion genehmigt

Der Dorfkonsum in Weskow. Archivfoto: Mario Behnke
Sie wissen, dass sie den Abriss des Dorfkonsums nicht verhindern können. Aber seit Wochen kursieren Unterschriftenlisten. Ein Spendenkonto wurde für die Manteufels eingerichtet. Entrüstung über den Abriss kommt aus mehreren Teilen der Bundesrepublik.

Wie Polizeisprecher Berndt Fleischer bestätigt, ist die Veranstaltung von 11 bis 12 Uhr genehmigt. Treffpunkt ist auf dem Parkplatz vor der Weskower Feuerwehr, sagt die Mitorganisatorin Monika Blietschau. Von dort aus soll es zum Konsum und durch den Ort gehen.

Über 15 Jahre lang hatte die Inhaberin Christina Manteufel in ihrem Dorfladen Brot, Wurst, Getränke und einen kleinen Imbiss angeboten. Unter dem Spitzdach über dem Geschäft wohnt die Familie. Glücklich wurde sie nicht.

Denn 15 Jahren lang prozessierte ihr Nachbar, damit das Haus abgerissen wird (die RUNDSCHAU berichtete). Beim Ausbau des ursprünglichen Flachbaus waren die Abstände um einige Zentimeter zu klein geraten. Im Jahr 1999 erklärte das Verwaltungsgericht Cottbus die vom Landkreis Spree-Neiße erteilte Baugenehmigung für rechtswidrig. Am 22. April wird das Haus nun abgerissen. Um die Entschädigung ringen die Manteufels noch.

Mehrere Weskower Familien setzen sich nun dafür ein, dass die Entschädigung angemessen ausfällt, ein ordentlicher Wohnraum gefunden wird und die Manteufels nicht auch noch auf den Abrisskosten sitzen bleiben.

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Erstellt am: 18. März 2010, 00:00 Uhr
Geändert am: 18. März 2010, 11:49 Uhr
Autor: ani

ani

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