16. Juni 2011, 00:00 Uhr

Kupferunternehmen spart dank DDR 200 Millionen Euro

Geschäftsführer guckt auf internationalen Kapitalmarkt

Spremberg Die Kupferuntersuchungen bei Spremberg in den 60er- und 70er-Jahren machen die neuen Bemühungen um das Flöz preiswerter. Um rund 200 Millionen Euro höher würden die Kosten fürs anvisierte Bergwerk zwischen Spremberg und Graustein ausfallen, wenn es die Vorarbeiten in der DDR nicht gegeben hätte.

KSL-Geschäftsführer Thomas Lautsch.
Das erklärte Thomas Lautsch, Geschäftsführer der Kupferschiefer Lausitz (KSL) GmbH, während eines Treffens des Wirtschaftsclubs Cottbus-Lausitz im Hotel Stadt Spremberg. Der Club, der zum Bundesverband für Wirtschaftsförderung und Außenwirtschaft gehört, hatte unter der Fragestellung „Kupfer als Chance für die Lausitz?“ zu einer Informationsrunde mit Lautsch und Hans-Georg Thiem vom brandenburgischen Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe (LBGR) eingeladen.

Nicht nur Lautsch durfte sich von den regionalen Unternehmern zur Lust auf so ein großes Vorhaben befragen lassen. Auch Steffen Pieper, Direktor der Direktion Kredit der Sparkasse Spree-Neiße, erklärte, warum es keine originäre Aufgabe der Sparkasse ist, KSL bei der Investition von rund 1 Milliarde Euro – denn so viel könnte es am Ende kosten – zu unterstützen. Das sei ein paar Nummern zu groß für eine Sparkasse, sagt Pieper. Die KSL werde dafür auf dem internationalen Kapitalmarkt nach Kreditgebern suchen, bestätigte auch Lautsch. Und lange suchen müsse man nicht, sondern sie bieten sich bei Vorhaben solcher Größenordnungen an.„Wir sind für die regionalen Unternehmen da“, versichert Pieper. Ob Gaststättenbetreiber, private Häuslebauer oder Handwerksbetriebe in der Kupferbergbauwelle mitschwimmen – für sie sei die Sparkasse eine Anlaufstelle.

Ein Großteil der geschätzten Kosten von 1 Milliarde Euro werde übrigens unter Tage angelegt sein, sagt Lautsch. Doch jetzt gelte es zuerst, das Raumordnungsverfahren und das bergrechtliche Planfeststellungsverfahren mit der Öffentlichkeitsbeteiligung zu führen. Ein wichtiger Teil davon sei die Umweltverträglichkeitsprüfung.

Wenn alles gut geht, wird frühestens im Jahr 2017 mit dem Abbau des Kupfererzes begonnen. War das Werk in der DDR noch für bis zu 4000 Beschäftigte geplant, rechnet Lautsch mit rund 1000 Arbeitsplätzen. Und auch die werden nicht alle auf einen Schlag kommen, sondern nach und nach entstehen.
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Erstellt am: 16. Juni 2011, 00:00 Uhr
Geändert am: 16. Juni 2011, 10:53 Uhr
Autor: ani

ani

Jüngste Kommentare (1)

Meinung !

von Tin08

Schade,dass diesen Start und die Vorarbeiten mein ehemaliger Abteilungsleiter nicht mehr erleben durfte.Auch er war damals mit Leidenschaft dabei,ist aber trotzdem schön zu erfahren,daß es in Spremberg vorwärts geht.Nicht nur die Stadt werden es kaum erwarten können,wenn die ersten "Kupferlinge"rollen.
Gutes Gelingen zum Wohle Sprembergs und ihrer Bewohner !

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