Kopflos und als Schneekönigin zum Bloischdorfer Maskenball
Lauter schrille Gestalten in der Museumsscheune
Bloischdorf
Beim fünften Maskenball in der Bloischdorfer Museumsscheune wurde es eisig: Denn es erschienen mit Schneekönigin, Schneeglöckchen und Frau Holle gleich drei frostige Damen. Insgesamt trieben zehn Masken am Samstagabend ihr Unwesen und konkurrierten um den Titel der schönsten und originellsten Maske.
In diesem Moment weiß Maskenführer Rüdiger Budek (l.) nicht, dass sich seine eigene Frau als Schneekönigin unter die Bloischdorfer gemischt hatte. Mit ihrem aufwendigen Kostüm sicherte sich Andrea Budek am Ende den ersten Platz im Wettbewerb um die schönsten Masken. Foto: Anja Guhlan Foto: Anja Guhlan
Rund 115 Besucher verfolgten das Spektakel von langen, schön dekorierten Tischen aus. Sobald eine neue Maske die Scheune betrat, kündigte Maskenführer Rüdiger Budek im Frack und mit Zylinder mit seinem Messingglöckchen die neue Maske an und legte mit ihr auch gleich ein Tänzchen hin.
Pünktlich gegen 20 Uhr waren in der Museumsscheune alle Masken eingetroffen: Der Sandmann, der schwarze Zauberer aus der Krabat-Mühle und ein verliebtes venezianisches Pärchen sind dabei. Andrea Budek schaffte es mit ihrer Maskerade als Schneekönigin auf Platz eins der schönsten Masken. „Ich war wirklich überrascht, als plötzlich meine eigene Frau unter der Maske steckte“, erzählt Rüdiger Budek. Sie hatte sich nämlich heimlich ohne Wissen ihres Mannes auf den Maskenball geschlichen. Über Platz zwei konnte sich Frau Holle mit dem Schneeglöckchen alias Petra Mildner und Steffi Kuhlee freuen. In den warmen Süden wollten wohl lieber Bärbel und Marion Müller aus Bloischdorf. Sie hatten sich als Neckermann-Touristen verkleidet und erhielten den dritten Platz.
Doch auch an Originalität mangelte es beim diesjährigen Maskenball nicht: Eva Metag und Karin Brünsch aus Groß Luja siegten als eingefleischte Fußballfans im Wettbewerb um die originellsten Masken. Dietmar Kalz, der zum ersten Mal beim Maskenball als Maske auftrat, erhaschte als hässliches Entlein den zweiten Platz. Über den dritten Platz durfte sich Judith Kollewe freuen. Sie hatte aber auch eine tolle Idee: Kopflos war sie zum Maskenball. Und das fanden einige Gäste schon etwas gruselig.
Der Verein Niederlausitzer Sorbisches Dorfmuseum Bloischdorf, der den Ball organisiert hatte, freute sich über die vielen Gäste und dass alles geklappt hatte. Anja Guhlan
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Lausitz | 08.02.2010
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