09. Februar 2010, 00:00 Uhr

Ironische Spurensuche

Thomas Wiesenbergs Leinölprogramm in der „Bühne 8“

Cottbus Er ist in der Niederlausitz aufgewachsen, in die Welt gegangen und zurückgekehrt: Der Schauspieler Thomas Wiesenberg hat am vergangenen Freitag in der Cottbuser „Bühne 8“ sein Leinölprogramm „Nieder, Lausitz!“ vorgestellt.

Thomas Wiesenberg mit seinem Leinölprogramm. Foto: Elsner Foto: Elsner
Wie schon der Titel verrät, handelt es sich dabei um eine ironische Spurensuche durch eine oft verkannte Region. Wiesenberg erweist sich dabei als Kenner, der sich einerseits belesen hat, andererseits selbst im Spreewald unterwegs war. Dabei ist er zu Erkenntnissen gekommen wie: „Die Lausitzer sind zwar spoarsam, aba nicht soaßarm“. Oder: „Die Präpositionen sind nicht gerade ihr Steckenpferd.“ Doch die Region, unter der ein Viertel der Braunkohle-Vorkommen Deutschlands liegt, bietet unvergleichlich dunkelrote Sonnenuntergänge. Auch wenn die, die hier arbeiten, oft nicht sehen, dass die Bäume blüh'n.

Wiesenberg berichtet über die Heldentaten der alten Slawen und die Untaten der Irrlichter. Er zieht Fontane zu Rate, der den „Zauber dieser Einsamkeitsdörfer“ so treffend wie keiner sonst beschreibt. Und er lässt Gerhard Gundermann, den früh verstorbenen Baggerfahrer und Liedermacher, mit seinem Bekenntnis zur Heimat zu Wort kommen.

All dies tut er mit viel Gefühl, Humor und immer wieder im Dialog mit dem Publikum, das sich zur Premiere offensichtlich bestens unterhalten fühlte.

Nächste Aufführung: 7. März, 20 Uhr, Zimmer 16, Berlin

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Erstellt am: 09. Februar 2010, 00:00 Uhr
Geändert am: 09. Februar 2010, 10:29 Uhr
Autor: Von Ulrike Elsner

Von Ulrike Elsner

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