Antje und Martin Schneider staunen, wie ihre Lesungen bei den Zuhörern ankommen. Fotos: Annett Igel
Und das ließen die Autoren und Interpreten Antje und Martin Schneider nach Rosen und Malven duften und nach Kohlrabi und Artischocken schmecken. Unter dem Motto „Dass wir nicht mannichmal im Garten am Haus schlampampsen können“ hatten die Schneiders Gedichte und Auszüge aus Briefen, Tagebüchern und Gesprächen von Johann Wolfgang von Goethe und seinen Zeitgenossen ausgewählt. Und dabei kam eine ganze Menge herum: Sich einen Garten zu nehmen, war im 18. Jahrhundert modern – auch Christoph Martin Wieland nahm sich einen. Kinderfeten organisierte Goethe für den Nachwuchs seiner Freunde. Und Christiane Vulpius, ab dem Jahr 1806 verehelichte Goethe, blühte als Gärtnerin richtig auf. Kirschen einkochen, Zwetschgen trocknen, aus einer Kohlart dem Gatten verschiedene Gerichte zaubern und über Schnecken schimpfen – all das konnte Christiane und wusste Goethe an ihr zu schätzen.
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