19. November 2009, 00:00 Uhr

Häusliche Atmosphäre für Demenzkranke

RUNDSCHAU-Serie Teil 5: Wohngemeinschaften im Alter

Spremberg „Wohngemeinschaften im Alter sind eine Alternative – besonders für Demenzkranke.“ Das sagt die 34-jährige Sprembergerin Conny Rudolph. Sie studiert Sozialarbeit in Cottbus und absolviert ihre Praktikawochen bei der Volkssolidarität in Spremberg. Rehabilitation im Alter ist ihr Studienschwerpunkt und über Witze zur Demenz kann sie nicht lachen.

Für Abwechslung im Christlichen Seniorenheim sorgt die Betreuungsassistentin Kerstin Icke. Foto: Martina Arlt Foto: Martina Arlt
Weil das Kurzzeitgedächtnis sie im Stich lässt, sind Demenzkranke glücklicher? Conny Rudolph (Foto: Igel) schüttelt energisch den Kopf. „Es gibt Stadien, wo die Erkrankten durchaus viel mitbekommen und sehr beunruhigt sind“, sagt Conny Rudolph und erzählt von einer Betroffenen. „Die Seniorin hat ein ungutes Gefühl, wenn ich vorbeikomme. Sie weiß, dass ich etwas regeln möchte. Bei den Gesprächen will sie immer dabei sein. Der Ehemann sucht einen Pflegeplatz für sie, weil er es nicht mehr schafft. Doch sie kann das für sich nicht einordnen. Warum, so fragt sich die Frau, will er sie wegschicken?“

Demenz betreffe immer mehr Menschen. Es muss nach Möglichkeiten gesucht werden, sie gut zu betreuen und zu fördern. „Wohngemeinschaften haben einen kleinen Rahmen und eine häusliche Atmosphäre. Darin können sich Demenzkranke besser zurechtfinden als in großen Heimen“, sagt Conny Rudolph.
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Erstellt am: 19. November 2009, 00:00 Uhr
Geändert am: 19. November 2009, 11:03 Uhr
Autor: Von Annett Igel

Von Annett Igel

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