15. März 2010, 00:00 Uhr

Groß Buckower wollen Denkmal fertigstellen

Jens Schima bleibt Vorsitzender des Heimatvereins

Groß Buckow In diesem Jahr sollen die Arbeiten am historischen Groß Buckower Kriegerdenkmal abgeschlossen werden. Das kündigte Jens Schima, Vorsitzender des Heimatvereins Groß Buckow, auf der jüngsten Mitgliederversammlung an. Das Denkmal wurde bereits vor drei Jahren am Gedenkstein der „Buckschen“ nahe der Tagebaurandstraße aufgestellt.

Es fehle noch die Namenstafel, auf der die Gefallenen des Ersten und Zweiten Weltkrieges aus dem einst nordwestlich von Spremberg befindlichen Ort festgehalten sind. Die Tafel soll auf jeden Fall in diesem Jahr angebracht werden, kündigt Jens Schima an.

Am Rande der Mitgliederversammlung des Heimatvereins erzählte der Spremberger Altbürgermeister Egon Wochatz, wie er und sein Cousin den oberen Teil des Groß Buckower Kriegerdenkmals im Zuge der Devastierung des Ortes Mitte der 1980er-Jahre in einer „Nacht-und-Nebel-Aktion“ retteten. „Mein Cousin besaß damals einen Hänger. Auf diesen wollten wir das Oberteil des Denkmals aufladen. Zunächst probierten wir den aus Granit bestehenden Körper mittels Brechstangen, dann mithilfe von Vierkanthölzern, aufzuladen. Aber es funktionierte nicht. So griffen wir zu einer Methode der alten Ägypter und stellten mithilfe von Zaunpfählen eine geneigte Ebene zum Hänger her. Das klappte. Das Kriegerdenkmal wurde zunächst zum Altersheim in der Spremberger Turnstraße und später zum Groß Buckower Gedenkstein transportiert“, erinnerte sich Wochatz.

Genau dort wollen die „Buckschen“ in diesem Jahr ihr zwölftes Steinfest feiern. Als Termin nannte Jens Schima den 13. und 14. August. Darüber hinaus finde bereits am letzten Maiwochenende die fünfte Festveranstaltung der Groß Buckower im Spremberger Bergschlösschen statt. Das Treffen werde alle vier Jahre durchgeführt. In diesem Jahr rechnet Schima mit rund 250 „Buckschen“. Dabei solle der Teilnehmer mit der weitesten Anreise gekürt werden. Ohnehin erfreue sich der Heimatverein bereits internationaler Bekanntheit. So gebe es beispielsweise Anfragen aus den USA sowie aus Südafrika, meist zum Verbleib ehemaliger Einwohner sowie Familienangehöriger.

Doch neben den Festivitäten wollen die ehemaligen Groß Buckower im Jahr 2010 auch ordentlich „ranklotzen“, wie Jens Schima sagt. So seien Ende April und Ende Juli zwei Arbeitseinsätze am Gedenkstein geplant.

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Erstellt am: 15. März 2010, 00:00 Uhr
Geändert am: 15. März 2010, 09:55 Uhr
Autor: Von Torsten Richter

Von Torsten Richter

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