29. Dezember 2011, 00:00 Uhr

Frau entdeckt Wolf auf Spremberger Hochkippe

Spaziergängerin berichtet: „Das Tier lief 60 Meter vor mir über den Weg“ / Fachleute begeben sich auf die Fährte

Spremberg Durch das Naherholungsgebiet der Spremberger Hochkippe streift ein Wolf: Davon ist Ramona Brylanski aus Spremberg überzeugt. So beteuert sie, das Tier in dieser Woche bereits zum zweiten Mal mit eigenen Augen gesehen zu haben.

Ramona Brylanski besucht mit ihrem Hund die Stelle, an der sie einen Wolf gesehen hat. Foto: René Wappler Foto: René Wappler
Abwegig erscheint dies nicht: Schließlich hatte schon im September ein Wolf in Trattendorf drei Schafe gerissen.

Gemeinsam mit ihrem Hund lief Ramona Brylanski am Dienstag über den Weg auf der Hochkippe – und sah den Wolf aus der Ferne. „Er war vielleicht 60 Meter von mir entfernt“, sagt sie. „Da wurde ich zunächst ganz starr vor Schreck.“ Das Tier habe den Weg überquert und sei auf der anderen Seite wieder zwischen den dicht gewachsenen Bäumen verschwunden.

Nun will sich Ramona Brylanski für den Wolfsspaziergang am 7. Januar anmelden, um den Fachleuten vom Naturschutzbund ihr Erlebnis zu schildern und sich mit ihnen auf die Spur der Tiere zu begeben. Mit Interesse betrachtet auch der Spremberger Bürgermeister und promovierte Biologe, Dr. Klaus-Peter Schulze, die Rückkehr der Wölfe. „Ich habe Leute aus Baden-Württemberg kennengelernt, die mehrmals nach Spremberg gereist waren, um der Fährte dieser Tiere zu folgen“, sagt er. „Der Wolf ist nun mal eine geschützte Art – allerdings müssen wir auch den Schafhirten beim Schutz ihrer Tiere helfen.“

In der Lausitz halten sich nach Erkenntnissen der Experten vom Wolfsbüro derzeit neun Wolfsrudel auf. Sechs dieser Rudel leben in Sachsen, zwei weitere im brandenburgischen Teil. Das Spremberger Rudel besetzt sein Territorium sowohl auf sächsischem als auch auf brandenburgischem Gebiet.
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Erstellt am: 29. Dezember 2011, 00:00 Uhr
Geändert am: 29. Dezember 2011, 03:13 Uhr
Autor: René Wappler

René Wappler

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