07. Februar 2012, 00:00 Uhr

Eine Sache der Verhältnismäßigkeit

Zwietracht säen ist zermürbend Zum RUNDSCHAU-Beitrag „Eklat wegen Stasibericht in Hornow“ (LR vom 26. Januar 2012) und zu einem danach erschienenen Leserbrief unter dem Titel „Ein herber Schlag für die Demokratie“ (LR vom 31.

Januar) äußert sich R. Woiton aus Felixsee: Der Leser Herr Reinkensmeier hat sicherlich einigen Bürgern aus dem Herzen gesprochen, wenn er das Demokratieverständnis einzelner Gemeinderatsmitglieder infrage stellt. (…) Wenn es nicht auch in unserer Region ein paar Gescheite geben würde, hätten wir die Zeit seit 1989 mit all ihren Problemen weniger erfolgreich gemeistert. Das ständige Zwietracht-Säen, wie es seit Längerem zelebriert wird, ist zermürbend, bringt die Bürger eher auseinander als zusammen.

Was Zusammenhalt in der Bevölkerung bedeuten und bewegen kann, scheint der Bürgermeisterin fremd und deshalb nicht wichtig zu sein. Bei all ihrem anerkennenswerten persönlichen Engagement sollte sie sich auch darüber im Klaren sein, dass im Umgang mit den Bürgern gewisse Regeln einzuhalten sind. Anderenfalls sehe ich ebenso wie Herr Reinkensmeier schwarz für die Zukunft von Hornow-Wadelsdorf.



Eine Sache der Verhältnismäßigkeit



Zur kontrovers diskutierten Strittmatter-Ehrung in Spremberg schreibt Karl-Heinz Teschke aus der Stadt:

„Es muss was Wunderbares sein, von dir geliebt zu werden.“ So hat sich Jopi Heesters durch sein Leben geliebt. Erst von den Nazis, danach im demokratischen Deutschland. Mit höchsten Ehrungen und Preisen wurde er für sein Lebenswerk bedacht. Er war ein zu guter Schauspieler.

Nicht nur er hat es geschafft, sehr viele Nazis fanden nach dem Ablegen der Parteinadel Einzug in Amtsstuben der Verwaltung und der Justiz. Sie bezogen nach ihrem Ausscheiden hohe Pensionen und hohes Ansehen.

Man könnte glauben, dass Strittmatter den Krieg auf der falschen Seite Deutschlands überlebt hat, sein Fehler!

Dass er an Verbrechen der SS beteiligt war, ist indes nicht erwiesen. Aber ein junger Kommunalpolitiker meint: „Es könnte ja sein!“ Wie Strittmatter zum Informanten der Stasi wurde, wird nicht gesagt, aber man sagt, dass Niemand dazu gezwungen wurde. Nun wird abgerechnet mit denen, die sich scharenweise der Stasi angeboten haben. Nur in den alten Bundesländern gab es keine Spitzel, sonst wären sie schon längst enttarnt und verurteilt. Dort wurde nur der Guillaume an Willi Brandts Seite eingeschleust. Wer das glaubt, muss sehr naiv sein. Bloß gut, dass wir aus Nordrhein-Westfalen einen guten Berater haben, der den Lebenslauf Strittmatters lückenlos kennt. Ist Strittmatter nur eine Schlüsselfigur für alte Rechnungen auf der kommunalpolitischen Bühne?

So ein Prügelknabe und schlechter Ehemann! Vielleicht hat er auch einmal sein Auto falsch geparkt. „Es könnte ja sein.“ Vielleicht gibt es einen guten Stoff für ein neues Possenspiel zum Heimatfest. „Es könnte ja sein.“
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Erstellt am: 07. Februar 2012, 00:00 Uhr
Geändert am: 07. Februar 2012, 03:34 Uhr
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Jüngste Kommentare (1)

Gegenargument !

von Tin08

Herr Teschke unterschlägt ein paar Punkte.
1.Warum hat der Strittmatterverein entgegen dem ausdrücklichem Wunsch Str.diesen zum Ehrenbürger nach dessen Tod erhoben ?
2.Kann es sein, dass Str.wegen seines Lebenslaufes diese Würdigung abgelehnt hat ?
Und ervorhergesehen hat,dass bei einer Ehrung dieser unter die Lupe genommen wird.
3.Es entsteht leider der Verdacht,das es dem Verein nur um eigene Profilierung und Aufwandsentschädigungen ging !
4.Mit keinem Wort geht bis heuite der Verein darauf ein.Warum wohl ? Plagt evtl.das schlechte Gewissen ?
5.Ich habe gelernt,dass men den "Willen und Wunsch" älterer Menschen achten sollte.
6.Schäbig die Handlungsweise des Vereins,das war ein klassisches Eigentor!

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