08. Februar 2012, 00:00 Uhr

Was brodelt in der Theaterküche bei Otto Mellies?

Der Februar in der Neuen Bühne Senftenberg

Senftenberg Die traditionellen Reihen an der Neuen Bühne Senftenberg werden im Theaterjahr 2012 fortgesetzt. Von der „Senftenberger Lesung“ über „Theaterkino“ bis zu „Der Indendant lädt ein“ finden sich interessante Angebote.

Herbert Köfer und Ingeborg Krabbe im Schwank von Christian Kühn und Herbert Köfer. Foto: Neue Bühne Foto: Neue Bühne
„Der Intendant lädt ein“ gehört seit Jahren zu den beliebten Theaterabenden, die sich die Senftenberger und ihre Gäste schon längst im Küchenkalender vorgemerkt haben. Denn: Bestens abgeschmeckt vom Chefkoch Sewan Latchinian und mit einer ordentlichen Prise Unterhaltung kocht der Intendant gemeinsam mit seinen Gästen – und alle löffeln es gemeinsam aus. Am 23. Februar ist Otto Mellies zu Gast. Der legendäre Schauspieler, geboren 1931 in Stolp, Provinz Pommern, kam nach dem Krieg nach Schwerin und besuchte die Staatliche Schauspielschule, nachdem er sich beim Vorspielen ein Jahr älter gemacht hatte. 1956 hat ihn Wolfgang Langhoff an das Deutsche Theater Berlin geholt, dessen Ensemble er 50 Jahre angehört hat. Allein 325 Mal stand er beispielsweise als „Nathan der Weise“ in der Inszenierung von Friedo Solter auf der Bühne. Auch als „Dr. Schlüter“ und durch viele andere Film- und Fernsehproduktionen erreichte er schon in den 60er-Jahren große Popularität und ist trotz seiner 81 Jahre immer noch als Schauspieler aktiv. Im neuesten Andreas-Dresen-Film: „Halt auf freier Strecke“ (im April im Theaterkino zu sehen) spielt er den Vater des erkankten Protagonisten. Was am 23. Februar allerdings in der Theaterküche brodeln wird, ist noch ein Geheimnis.

Vor der etwas anderen Küchenshow wird die „Senftenberger Lesung“ serviert. Bereits am kommenden Sonntag, 12. Februar, ist um 19.30 Uhr Wladimir Kaminer zu Gast in der Neuen Bühne. Er liest aus seinem Buch „Liebesgrüße aus Deutschland“. Wladimir Kaminer, 1967 in Moskau geboren, kam 1990 in die DDR, wurde ihr Staatsbürger, aber bald schon Bürger der BRD. Er lebt seither mit seiner Familie in Berlin. Seit der legendären „Russendisko“, deren Verfilmung bald in die Kinos gelangt, ist er Kultautor. Dem ersten Buch folgten Jahr für Jahr viele weitere, in denen er immer aufs Neue deutschen Alltag unterhaltsam-ironisch auf die Schippe nimmt.

Ein Gastspiel, das bei vielen Zuschauern liebgewordene Fernseh-Erinnerungen wachruft, steht am 16. Februar um 19 Uhr auf dem Programm: Köfers Komödiantenstadl. Da wird die Erfolgsserie des Fernsehfunks „Rentner haben niemals Zeit“ wieder wach. Es gibt ein Wiedersehen mit Herbert Köfer, Ingeborg Krabbe, Dorit Gäbler und Uwe Karpa.
Der Schauspieler Otto Mellies.
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Erstellt am: 08. Februar 2012, 00:00 Uhr
Geändert am: 08. Februar 2012, 03:18 Uhr
Autor: hs

hs

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