04. Februar 2012, 00:00 Uhr

Tiefes Abtauchen vor der Kälte und ein blumiges Versprechen

Seinen zuvor empfangenen bunten Geburtstagsstrauß hat Senftenbergs Bürgermeister Andreas Fredrich (SPD) bei der Workshop-Präsentation der 19. Schülertheatertage am Montag an die Theaterpädagogin Karla Dyck weitergereicht.

Karla DyckFoto: pr Foto: pr
Er würdigte damit die Frau, die die Theatertage nach Senftenberg geholt und als Hauptorganisatorin die meiste Arbeit damit gehabt hat. Allerdings wolle er das nur machen, wenn er „diesen einen bestimmten Satz“ von ihr höre. Als Fredrich nach Karla Dycks irritiertem Blick merkte, dass das wie die Abforderung einer Liebeserklärung klang, besserte er nach: „Ich möchte, dass Sie mir versprechen, dass es auch im nächsten Jahr die Theatertage geben wird.“ Erleichtert rief sie – mit Unterstützung der Kinder und Jugendlichen auf der Bühne: „Ja, das kann ich versprechen!“

Im heimischen Kreis-Süden geht es derzeit zu wie in einem riesigen Gefrierschrank. Naturgemäß tauchen die Maulwürfe deshalb tiefer in das Erdreich ab. Die Wiesen bei Biehlen sind mit frischen Hügeln übersät, soweit das Auge reicht. Der Volksmund sagt, wenn es viele Maulwurfshügel gibt, wird es kalt, stellt Bernd Naumann aus Senftenberg fest. Dies liege an der „zu erwartenden Kälte“. Wir finden: Die bereits erreichten Temperaturen genügen vollauf. Maulwurf hin oder her. Übrigens: Insekten und Gliedertiere, wie Spinnen und Asseln, halten es ähnlich wie Winterschläfer. Sie verfallen in eine Kältestarre, und ihr körpereigenes Frostschutzmittel verhindert beim Einfrieren das Entstehen von Eiskristallen, die das Gewebe sonst zerstören würden, erklärt Julian Heiermann vom Naturschutzbund Deutschlands. Unsereins hilft nur die Zwiebeltaktik: Viele Lagen Stoff übereinander, auch wenn Mensch dem Michelin-Männchen damit derzeit immer ähnlicher wird.



Die Landtagsabgeordnete Gabriele Theiss (SPD) hat dieser Tag im Narrenhof Schwarzheide die Politiker-Reihe „Wo drückt der Schuh?“ begonnen. „Seit Monaten arbeiten wir gemeinsam mit dem Verein, den vielen Unterstützern und der Stadt Schwarzheide daran, hier eine tragfähige Lösung zu finden. Ich freue mich sehr, dass jetzt auch der Landtagsabgeordnete Ingo Senftleben (CDU) mithelfen möchte“, sagt Gabriele Theiss. Termingerecht und pünktlich habe der Schwarzheider Carnevalclub (SCC) den Fördermittelantrag für die dringend notwendige Dachsanierung eingereicht. Voraussetzung dafür war die Verpflichtung der Stadtverordneten Schwarzheides, den Eigenanteil des Landes zur Finanzspritze aus dem europäischen Fördertopf für die ländliche Entwicklung beizusteuern. „Ich danke allen Abgeordneten für diese klare Entscheidung. Danke, dass Sie hinter dem Narrenhof stehen“, sagt Vereinspräsident Dr. Hubert Lerche. Etwas närrisch war der drückende Schuh schon, denn eigentlich ist der Fördermittel-Zug schon längst abgefahren. Im März wird im Landesministerium entschieden, ob das Geld auch eingefahren wird.



Unterhalb der Grenzstraße in Ortrand sprudeln Quellen aus dem abfallenden Gelände. Die Urahnen der Einwohner haben es genutzt und vermarktet. Augenleiden hätten sie damit einst geheilt, hat sich bis heute überliefert. Später wurden Brunnen gebohrt und systematisch Trinkwasser gefördert. Seitdem das Wasserwerk geschlossen ist, sucht sich das Nass seinen Weg wieder selbst an die Oberfläche und setzt so manchem Grundstück zu. Nach Auskunft von Bauhofleiter Uwe Gensel sprudeln die Quellen bis zu 30 Zentimeter aus der Erde heraus. Jetzt wurden einige von ihnen freigelegt und gebändigt. Das Wasser wird gezielt abgeleitet. Amtsdirektor Kersten Sickert kann sich vorstellen, das kostbare Nass beproben zu lassen. Vielleicht finde sich ja wieder ein besserer Verwendungszweck, als die Entsorgung über die Entwässerungskanäle.
Ortrands Bauhofleiter zeigt es: Bis zu 30 Zentimeter hoch sprudelten die Quellen auf dem Gelände des ehemaligen Wasserwerkes hinter dem Netto, bevor sie freigelegt und abgeleitet wurden. Foto: Feller Foto: Feller
Gabi Theiss. Foto: pr Foto: pr
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Erstellt am: 04. Februar 2012, 00:00 Uhr
Geändert am: 04. Februar 2012, 03:27 Uhr
Autor: hs

hs

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