17. Januar 2012, 00:00 Uhr

Stadthafen-Mole in Senftenberg fertig betoniert

Bauleute errichten derzeit Freianlagen / Gebäude-Ausbau und Pontons ausgeschrieben

Senftenberg Der bisher sehr milde Winter hat am Stadthafen Senftenberg einen ordentlichen Vorsprung im Bauplan begünstigt. Die Betonierarbeiten an der Mole sind vorzeitig abgeschlossen. Derzeit werden die Freianlagen auf dem Hafengelände errichtet.

Unerwartet lange hat der bisher milde Winter auf der Stadthafen-Baustelle in Senftenberg das Betonieren ermöglicht. Die Hafenkante, die Wasser und Land trennt, war im November mit Stahlankern im gewachsenen Boden am Tagebaurand in zwölf bis 14 Metern Tiefe befestigt worden. Inzwischen sind die Moleplatten auf 240 Metern Hafenlänge fertig betoniert. „Viele Leistungen, die erst in diesem Jahr geplant waren, konnten auf Grund der günstigen Witterung schon vor dem Jahreswechsel fertig gestellt werden“, erklärt Torsten Nitsch, Projektleiter des Zweckverbandes Lausitzer Seenland Brandenburg (LSB), mit Blick auf die Baustelle sichtlich zufrieden. Auftragnehmer ist die Strabag-Niederlassung Senftenberg. Die Konstruktion hält auch möglichen Bewegungen im See-Untergrund, der in Folge des Altbergbaus aus locker aufgeschütteten Sanden besteht, und Eisstärken von bis zu 60 Zentimetern Stand, zeigt sich der Bauherr sicher. Landseitig sei das Gros der Arbeiten am Hafen damit erbracht. Der Senftenberger See hat nach der Verlegung der Schwarzen Elster in das neue Flussbett am schiffbaren Überleiter zum Geierswalder See nunmehr Winterstauhöhe erreicht.

Derzeit werden die Freianlagen auf dem Hafengelände hergestellt. Bis fünf Grad Celsius unter Null kann gearbeitet werden. Sockelbänder, Sitz-Elemente, Terrassen und Rampen entstehen, der Straßenbau ist im Gange. Die Schmutzwasserleitung ist noch bei niedrigem See-Wasserstand gebaut worden. Auch die Parkflächen sind bereits hergerichtet.

Zum Start der Ferienhauptsaison in Brandenburg und Sachsen soll der Stadthafen Senftenberg landseitig nutzbar sein, nennt Nitsch das Ziel. Wasserbauarbeiten dauerten noch bis ins Jahr 2013 an. Die Seebrücke, der Fahrgastschiffsanleger, wird bis in 22 Meter Tiefe in die Spülkippe des Alttagebaus gerammt.

Der Innenausbau der Hafengebäude ist ausgeschrieben. Zudem werden für die Schwimmelemente der weit in den See ragenden Westmole mit Bootsanlegern jetzt Angebote eingeholt.
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Erstellt am: 17. Januar 2012, 00:00 Uhr
Geändert am: 17. Januar 2012, 09:47 Uhr
Autor: Von Kathleen Weser

Von Kathleen Weser

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