25. Mai 2011, 00:00 Uhr

Projekt „Gib8“ verbessert Miteinander und Leistungen

Schülerpatenschaften am Emil-Fischer-Gymnasium

Senftenberg Am Emil-Fischer-Gymnasium erhalten die jeweils Neuen der 5. und der 7. Klassen Paten aus den Jahrgangsstufen 10 und 11. Schüler und Pädagogen haben mit dem Projekt „Gib8“ bisher durchweg positive Erfahrungen gesammelt.

Der Jugendförderverein Niederlausitz“ hat einen Scheck über 300 Euro überreicht, die zum Beispiel für „Gib8“-Schulungen gebraucht werden. Foto: Petra Maser/pme Foto: Petra Maser/pme
„Die Paten planen als Dreierteam selbstverantwortlich zwei Unterrichtsstunden pro Monat und führen diese ohne Lehrer in ihren Klassen durch. Soziales Lernen und Gruppenentwicklung stehen dabei im Vordergrund“, erläutert Projektleiterin Katrin Bachmann. „In diesen Unterrichtsstunden bieten wir den jüngeren Schülern Spiele an, die ihnen helfen, sich besser kennenzulernen oder die Kommunikation zwischen ihnen fördern“, sagt Patin Schirin Breiter. Erfahrene Pädagogen des Gymnasiums bereiten die Jugendlichen auf diese verantwortungsvolle Aufgabe vor und begleiten sie. „Zu Schuljahresbeginn findet mit allen Paten ein mehrtägiges Blockseminar außerhalb der Schule statt. Die jungen Leute erleben selbst Gruppenprozesse, erhalten Grundlagenwissen auf dem Gebiet der Kommunikation und lernen das Verhalten jüngere Schüler zu reflektieren, um richtig reagieren zu können. Wichtige Impulse erhalten sie von Fachreferenten. Im Schuljahr halten die Paten Unterrichtsstunden bei den Jüngeren. „Dabei vermitteln wir ihnen spielerisch, wie sie einen angenehmen Umgang miteinander finden und Konfliktsituationen lösen können“, berichtet Danilo Diener. Geeignete Spiele und Arbeitserfahrungen sind Themen in den 14-tägigen Beratungen der Arbeitsgemeinschaft. Maximilian Melke wurde einst selbst von Paten unterstützt worden. „Ich habe mich dadurch ziemlich schnell zu Hause gefühlt“, schildert er seine Motivation für die Mitarbeit bei „Gib8“. Ein großer Teil der Schüler einer solchen Patenschaft würden später weniger gewaltbereit sein und schulisch Leistungen haben, sagt Katrin Bachmann. Viele Paten sehen in ihrer Arbeit auch eine gute Vorbereitung auf eine berufliche Zukunft als Pädagoge. Für ihre Bewerbungsunterlagen erhalten die Paten nach erfolgreichem Projektabschluss ein Zertifikat.

„,Gib8' fördert Ausbildung und Persönlichkeitsentwicklung der Paten und ist so eine Investition in die Zukunft der Gesellschaft“, sagt Pädagogin Petra Schmidt. Darum freue sich die Arbeitsgemeinschaft über finanzielle Zuwendungen.
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Erstellt am: 25. Mai 2011, 00:00 Uhr
Geändert am: 25. Mai 2011, 10:22 Uhr
Autor: Petra Maser/pme

Petra Maser/pme

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