Ortschronik für Hosena soll jetzt gedruckt werden
Heimatforscher Horst Richter hat sie Jahren erarbeitet
Hosena Bis zur Hosenaer 600-Jahr-Feier soll die Geschichte des Ortes in gedruckter Form vorliegen. Das hat sich Ortsvorsteher Hagen Schuster auf die Fahnen geschrieben. Die Chronik gibt es bereits schon heute.
Schon zwei Exemplare
Dabei gibt es bereits seit vielen Jahren zwei Exemplare der Chronik, die Heimatforscher Horst Richter verfasst hat. Eines befindet sich in seinem privaten Besitz, das andere kann von Interessierten bei der Ortsteilverwaltung für jeweils vier Wochen ausgeliehen werden. Davon werde rege Gebrauch gemacht. Das Werk umfasst insgesamt 493 Seiten. Seit über einem halben Jahrhundert arbeitet Horst Richter daran.
Gesagt, getan: Fortan sammelte der Lehrobermeister alles, was er von seinem Heimatort bekommen konnte. Richter durchforstete die Archive in Senftenberg, Lauta, Meißen und vom Kloster St.Marienstern in der sorbischen Oberlausitz. Er befragte viele alteingesessene Hosenaer, beispielsweise den Fahrradhändler Wilhelm Simmank und dem Schmied Moritz Feller. Darüber hinaus fotografiert der Ortschronist leidenschaftlich gern. Wie viele Aufnahmen er in und um Hosena geschossen hat, kann er heute nicht sagen. Auf jeden Fall füllen diese ganze Alben.
Darüber hinaus hat Horst Richter mittlerweile 150Post- und Ansichtskarten seines Heimatortes zusammengetragen. Darunter befindet sich ein besonders seltenes Exemplar, und zwar eine Aufnahme von der Inbetriebnahme der Bahntrasse zwischen Ruhland und Hoyerswerda im Jahr 1873 im Bereich des Bahnhofes, der damals die Bezeichnung „Hohenbocka“ trug.
Interessantes von der Mühle
Besonders interessiert sich der 78-Jährige für die Hosenaer Mühlenhistorie. „Welcher Ort in der Umgebung hat schon drei Mühlen vorzuweisen?“, fragt Horst Richter. Seit gut 50Jahren sind es allerdings nur noch zwei. Die Bärmühle musste dem Tagebau Heide weichen.
Horst Richter ist nicht der einzige Chronist im Ort. Bereits der Lehrer Alfred Krause (1897 – 1976) hat ein entsprechendes Werk verfasst. Über dieses Buch verfügen seine Nachkommen. Nur wenigen Menschen sei bislang eine Einsichtnahme gewährt worden.
Ortsvorsteher Hagen Schuster will nun beide Chroniken zu der einen, die gedruckt werden soll, zusammenführen. Dabei sollen auch offensichtliche Fehler beseitigt werden. Schusters Aussagen zufolge stimmen beispielsweise in der Richter-Chronik die Angaben zum Hosenaer Bahnhof in der unmittelbaren Nachkriegszeit nicht.
Der Kommunalpolitiker sagt aber auch, dass ein Werk mit fast 500 Seiten nicht gedruckt werden könne. „Wir wollen uns an den Broschüren unserer Nachbarorte wie Hohenbocka oder Schwarzbach orientieren. Wenn wir das hinbekommen, wird es eine richtig gute Sache.“
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Erstellt am: 06. Februar 2012, 00:00 Uhr
Geändert am: 06. Februar 2012, 11:06 Uhr
Autor: Torsten Richter

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