09. Februar 2012, 00:00 Uhr

Naturschützer staunen über Winterbesuch der Kraniche in der Lausitz

Grünewalde Der Klimawandel lässt grüßen. „Die Kraniche ziehen später weg und kommen zeitiger wieder“, blickt Klaus Uhl aus Grünewalde auf das „Durcheinander“ am Himmel.

Normalerweise verlassen die Kraniche spätestens im Dezember die deutschen Gefilde und kehren Ende Februar zurück, weiß der Nabu-Regionalbeauftragte für den Kranichschutz in Südbrandenburg. Doch Ende Dezember und im Januar waren die Vögel wieder aufgetaucht. Früher seien sie bis Nordafrika zum Überwintern geflogen, heute nur noch bis Spanien oder gar Frankreich.

Der Nabu Deutschland hat Informationen, wonach im Januar in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Niedersachsen und Thüringen 15 000 Tiere gezählt worden sind. Ein im Juni beringter Kranich flog Ende Oktober nach Süden. Er und seine Mitflieger wurden vom 8. November bis 12. Dezember in Niedersachsen gesehen. Danach zogen sie noch nördlicher und landeten am 4. Januar in Nordvorpommern.

Klaus Uhl erinnert sich, dass hier vor Silvester Kraniche aufgetaucht sind. Dutzende von ihnen wurden auch in den milden Folgewochen bei Sorno und Grünhaus gesehen und Ende Januar über Grünewalde gehört. Mit der Kälte waren sie weg. Kraniche sind in der Lage, binnen eines Tages von Nordostdeutschland bis Spanien zu fliegen.
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Erstellt am: 09. Februar 2012, 00:00 Uhr
Geändert am: 09. Februar 2012, 03:15 Uhr
Autor: mf

mf

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