Der närrische Frohsinn in Lauchhammer kennt keinen Pardon. Zum traditionellen Machtwechsel im Rathaus haben die drei Karnevalsvereine der Stadt den Bürgermeister am gestrigen 11.11. um 11.11 Uhr mit Geschenken eingedeckt, die es in sich haben.

Nein, Michael Nowakowski, Vize-Präsident des Karnevalclubs Kostebrau, ist nicht nachtragend. Gemerkt haben er und das närrische Volk des „Bergdorfes“ sich aber trotzdem sehr wohl, dass das Stadtoberhaupt zum Feuerwehrjubiläum zu spät gekommen war. Für den schicken Wandwecker, den die Narren ihm deshalb überreichen, wird Roland Pohlenz wohl einen nur schwer einsehbaren Platz im Büro finden müssen. Sich keiner Schuld mehr bewusst in Sachen Zeitverzug, dankt das Stadtoberhaupt natürlich artig für das nützliche Geschenk.

Torsten Arlt, der Präsident des Grünewalder Carnevalclubs, rückt sehr spendabel das letzte Hemd von Prinz Andreas I. heraus. Zur Hälfte. Denn so kalt kürze die Stadt derzeit überall, auch bei den Vereinen. Mit einer halben Torte zum närrischen Fest, einer halben Schokolade und einer halben Flasche Sekt startet Arlt dann aber doch noch den Versuch, das süße Herz des Stadtoberhauptes für die Vereine zu gewinnen. Ob dies gelingt, bleibt offen. Denn Pohlenz reicht die Leckereien sehr schnell ins Rathaus weiter. Wolfgang Meyer, der Präsident des Karnevalclubs Lauchhammer, schwingt schließlich bereits die Abrissbirne. Die ist ein Werkzeug zum gewichtigen Stadtumbaukonzept aus der närrischen Feder, das 5,8 Kilogramm wiegt. Drei Paar Handschellen für die Großvermieter gibt es gratis dazu. Der Rathaus-Chef soll diese endlich an einen tragfähigen Stadtumbau binden.

Transportable Radwege, TÜV geprüft und nobel ausgestattet, überreicht der Verein für die neue Berliner Straße. Die sicheren Verkehrswege für Radler werden dort nämlich vermisst. Zudem spannen die Narren den Rettungsschirm für die finanztechnisch mehr als nur schwächelnde Stadt auf. Neben ein paar Notscheinen für die dringlichsten Aufgaben gibt es konzeptionell so gut durchdachte Weisheiten wie diese: Alles lässt sich schön quatschen. Über die Einführung der Grundwasserwiederanstieg-Steuer und einer Katzensteuer ist Roland Pohlenz geneigt nachzudenken. Zeit dafür hat er, nachdem er die Verwaltungsmacht abgeben musste, bis zum Rosenmontag im Februar.Senftenberg. Die Vereine feiern am Wochenende allerorts Karneval. Die RUNDSCHAU sucht die schönsten Schnappschüsse der närrischen Veranstaltungen und prämiert die tollsten Fotos mit einer Runde Sekt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Die Fotos sollten bis zum morgigen Sonntag, 13. November, um 14 Uhr per Mail an die Lokalredaktion Senftenberg gesendet werden. Die schönsten Bilder werden in der Montagausgabe der Heimatzeitung und in der Online-Bildergalerie der RUNDSCHAU veröffentlicht (www.lr-online.de).

Bitte senden Sie nicht mehr als drei Fotos pro Mail mit einer Bildgröße von mindestens 800 KB und maximal 2 MB einschließlich einiger Angaben zum Motiv an:

red.senftenberg@lr-online.deWir freuen uns auf Ihre Karneval-Schnappschüsse.